Sich mit Handpumpen oder Pneumatikpumpen abrackern, um Schmierfett für Maschinen und Fahrzeuge zu fördern: Solche anstrengenden Tätigkeiten machen die Lohnarbeit in der Landwirtschaft unattraktiv. In Zeiten des Arbeitskräftemangels hat Michael Bundschuh, Maschinist und Agrarservicemeister beim Lohnunternehmen May aus Steinfurt, deshalb in eine Alternative investiert: In ein neuartiges Befüllwerkzeug von Lutz Pumpen, das sich mit jedem Akkuschrauber antreiben lässt.
Der Fachkräftemangel hat längst auch die Landwirtschaft erfasst. 45 % von 668 befragten landwirtschaftlichen Betrieben befürchten Auswirkungen in den nächsten Jahren, zeigt eine Studie der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) aus dem Frühjahr 2025. 20,7 % dieser Landwirte reagieren, indem sie Tätigkeiten an landwirtschaftliche Lohnunternehmen auslagern, die Unterstützung bei allen anfallenden Feld- und Erntearbeiten bieten. Zu ihnen zählt das Unternehmen May aus Steinfurt, das Aufgaben von der Bodenbearbeitung, über die Aussaat bis zur Ernte und den Transport der Feldfrüchte übernimmt.
Doch auch für das Lohnunternehmen wird es immer schwieriger, motivierte Arbeitskräfte zu finden.
„Die physisch anstrengende Arbeit in der Landwirtschaft schreckt heutzutage viele Menschen ab“, bestätigt Michael Bundschuh, Maschinist beim Lohnunternehmen May und Agrarservicemeister.
Dabei sieht die Realität längst anders aus. „Wir investieren kontinuierlich in moderne Maschinen, Fahrzeuge und technische Hilfsmittel, die das Berufsbild verändern und viele ungeliebte, physische Arbeiten spürbar erleichtern.“
Handpumpen können Hände, Handgelenke und Unterarme überlasten
Zu den ungeliebten, aber dringend notwendigen Aufgaben im Alltag der Lohnunternehmer zählt die Versorgung des Fuhrparks mit Schmierfett. Ansonsten drohen schnell Schäden, Ausfallzeiten und teure Reparaturen. Zwar ist es nicht mehr nötig, die hunderten Lager und Gelenke an Traktoren, Mähdreschern und Pflügen, manuell einzuschmieren. Diese Aufgabe übernehmen meist Zentralschmieranlagen. Doch auch das Befüllen dieser Anlagen ist eine potenziell belastende Tätigkeit. Etwa dann, wenn Mitarbeiter Handpumpen nutzen müssen, um das dickflüssige Fett zu fördern. Das erfordert kräftige, wiederholte Hebelbewegungen, oft mit Griffen, die wenig ergonomisch geformt sind. Das kann nach wochenlanger Wiederholung zu Überlastungen der Hände, Handgelenke und Unterarme führen.
Die Alternative: Pneumatische Kolbenpumpen, die mit Druckluft betrieben sind. Hier ist weniger der Kraftaufwand das Problem, als vielmehr die Unflexibilität. Denn Mitarbeiter müssen sich in der Werkstatt mit Druckluftschläuchen herumschlagen, die sich besonders bei wenig Platz verhaken können oder ungewünschte Zugkräfte erzeugen. Und beim Einsatz auf dem Feld besteht das Problem, dass einige Fahrzeuge und Maschinen keinen Pneumatikanschluss haben. „Wir haben deshalb schon längere Zeit nach einer Alternative gesucht, um die körperliche Belastung beim Schmieren zu reduzieren und gleichzeitig die Mobilität zu erhöhen“, sagt Bundschuh. „Entsprechend froh waren wir, als wir von der neuen Lutz Lube Drive erfahren haben.“
Die Lube Drive ist ein neuartiges Befüllwerkzeug, entwickelt von Lutz Pumpen, ein Unternehmen aus Wertheim in Baden-Württemberg, das sich auf die Entwicklung und Produktion von Pumpen für industrielle Anwendungen spezialisiert hat. Die Besonderheit des Werkzeugs: Wollen Anwender automatisiert Schmierfett fördern, müssen sie nicht länger hinnehmen, dass ihre Bewegungsfreiheit durch einen schweren Pneumatikmotor, Luft- oder Stromkabel eingeschränkt ist. Denn Lube Drive lässt sich mit einem Gerät antreiben, dass in jeder Firma eine Selbstverständlichkeit ist.
„Wir haben das weltweit erste Exzenterschneckenpumpwerk entwickelt, das sich mit einem handelsüblichen Akkuschrauber antreiben lässt“, sagt Andreas Rössler, Vertriebsleiter bei Lutz Pumpen. Es ist geeignet für Behälter mit einem Fassungsvermögen von 10 bis 60 kg und alle handelsüblichen NLGI-2-Schmierfette.

Michael Bundschuh ist froh, dass mit dem Lube Drive die Befüllung der Zentralschmieranlagen
deutlich vereinfacht wird. (Quelle: Lutz Pumpen / Jörg Ladwig)
„Die Lube Drive ist ein echter Gewinn für die Ergonomie am Arbeitsplatz“
Die Bedienung der Lube Drive ist bewusst so einfach wie möglich gestaltet. Mitarbeiter von May stellen den Schmierfettbehälter in die Nähe der Landmaschine. Das Metallpumpwerk ist mit einer Halterung im Behälter fixiert. Am oberen Ende befindet sich der Pumpkopf mit der Antriebsaufnahme für den Akkuschrauber. Nun verbindet der Bediener die Schlauchleitung mit der Zentralschmieranlage. Startet er den Akkuschrauber, beginnt das Exzenterschneckenpumpwerk mit der Arbeit. Die exzentrisch laufende Spirale dreht sich im Stator und bildet dabei wandernde Kammern, die das zähe Schmierfett von unten nach oben transportieren, durch die Leitung direkt in die Zentralschmieranlage. Rössler: „Dieses Funktionsprinzip ermöglicht eine gleichmäßig, pulsationsarme Förderung.“
Das Fördervolumen liegt bei 2 kg/min, was für die Befüllung der Zentralschmieranlagen laut Michael Bundschuh ausreichend ist. „Die kompakte Bauweise und die Möglichkeit, die Pumpe einfach an einen Akkuschrauber anzukuppeln, entlasten Hände, Arme und Rücken spürbar. Das macht das Nachfüllen deutlich komfortabler und reduziert körperliche Belastungen“, so Bundschuh. „Für uns ist die Lube Drive daher nicht nur ein technisches Hilfsmittel, sondern ein echter Gewinn für die Ergonomie und den Komfort am Arbeitsplatz.“

Claudia Gross
Head of Marketing & Communication
Lutz Holding GmbH







