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Adpaptive Dichtungen ermöglichen Toleranzmanagement

Die Prädifa Technology Division von Parker Hannifin hat adaptive Dichtungen – Warp Seals – speziell für den Ausgleich großer Bauteiltoleranzen entwickelt. Sie dichten Gehäuseanschlüsse, Durchführungen und Steckverbindungen zuverlässig ab und kommen dort zum Einsatz, wo herkömmliche statische Dichtungen aufgrund von Fertigungstoleranzen an ihre Grenzen stoßen. Dadurch wird eine zuverlässige Abdichtung auch bei großen Toleranzketten erreicht, […]

von | 19.06.26

Die adaptiven Dichtungen kompensieren Bauteiltoleranzen und senken dabei Kosten und Montageaufwand. (Bildquelle: Parker Hannifin GmbH)
Die Prädifa Technology Division von Parker Hannifin hat adaptive Dichtungen – Warp Seals – speziell für den Ausgleich großer Bauteiltoleranzen entwickelt. Sie dichten Gehäuseanschlüsse, Durchführungen und Steckverbindungen zuverlässig ab und kommen dort zum Einsatz, wo herkömmliche statische Dichtungen aufgrund von Fertigungstoleranzen an ihre Grenzen stoßen. Dadurch wird eine zuverlässige Abdichtung auch bei großen Toleranzketten erreicht, was Kosten und Montagezeit reduziert.

Herausforderung Toleranzausgleich
Viele Anschluss-, Durchführungs- und Steckverbindungen werden heute mittels Hochdruck-Druckguss, Kunststoff-Spritzguss, Blechumformung oder ähnlichen Fertigungsverfahren hergestellt. Die mit diesen Fertigungsverfahren wirtschaftlich zu erreichenden Toleranzen sind relativ groß. Für die zuverlässige Abdichtung von Gehäuseöffnungen und Anschlüssen stellt das eine erhebliche Herausforderung dar. Herkömmliche statische Dichtungslösungen sind oft weder in der Lage, die sich addierenden Toleranzen der Toleranzkette der Baugruppen auszugleichen, noch lassen sie sich prozesssicher montieren.

Wenn die Fertigungstoleranzen den Bereich überschreiten, den Standarddichtungen zuverlässig abdecken, entstehen zusätzliche Kosten aufgrund von Nacharbeit, engerer Fertigungsvorgaben, aufwändigerer Montageprozesse oder gar erhöhter Gewährleistungsrisiken. Effizientes Design setzt daher nicht länger voraus, dass das Bauteil perfekt zum Dichtungsprofil passt, sondern dass die Dichtung den realen Einbauraum aktiv kompensiert.

Dichtungsentwicklung mit technologieorientierter Herangehensweise
Parker Prädifas technologieorientierte Herangehensweise bei der Entwicklung der Warp-Seal-Produktfamilie gleicht axiale, radiale und Winkeltoleranzen sicher aus. Die Warp Seals bieten mit entsprechend angepassten Werkstoffen eine hohe Beständigkeit gegenüber unterschiedlichsten Medien und Umwelteinflüssen. Weitere Vorteile sind die unkomplizierte Montage verschiedener Bauteilkomponenten ohne wesentliche konstruktive oder funktionale Einschränkungen. Die Produktfamilie steht in mehreren Varianten für unterschiedliche Einbauräume und Anforderungen bezüglich Toleranzausgleich zur Verfügung.

Die robuste Bauweise der Dichtungen aus den entsprechend geeigneten Materialien garantiert die zuverlässige Abdichtung von Gehäusedurchführungen und Steckverbindungen auch unter anspruchsvollen Bedingungen. Warp Seals können – je nach konstruktiver Auslegung – sogar als Überdruckventil fungieren.

Vielseitige Anwendbarkeit
Warp Seals decken ein breites Anwendungsspektrum ab, insbesondere bei großen Toleranzen und hohen Dichtheitsanforderungen. Dazu gehören die Abdichtung von Anschlussstutzen und Durchführungen in Gehäusen mit axialer, radialer oder winkeliger Toleranz ebenso wie die von Stangen und Kolben in hydraulischen und pneumatischen Systemen. Die möglichen Anwendungsgebiete reichen von der Automobilindustrie über die Luft- und Raumfahrt bis hin zur Verteidigung, der Klimatechnik, dem Anlagenbau und dem Maschinenbau, dem Geländemaschinenbau sowie der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik bis hin zur Elektrifizierung und Elektromobilität, wo kompakte und flexible Dichtungen benötigt werden.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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