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Armaturen für explosionsgefährdete Bereiche

Der Armaturenhersteller EBRO ARMATUREN mit Sitz in Hagen, Westfalen, bietet verschiedene Baureihen an, die den Erfordernissen der ATEX angepasst, entsprechend geprüft und zertifiziert sind.

von | 30.05.20

Eine Armatur ist ein nicht-elektrisches Gerät, das für sich betrachtet über keine eigene Zündquelle verfügt. Eingebaut und im Betriebsprozess arbeitend können sich Armaturen aber durchaus elektrostatisch aufladen und stellen damit eine Zündgefahr dar. Unter anderem aus diesem Grund fällt eine Armatur unter die ATEX-Richtlinie 2014/34/EU. Im Armaturenmarkt gehen aber die Vorstellungen der Hersteller auseinander. Die meisten halten sich an die Maßgabe aus dem ATEX-Leitfaden des VDMA für die Armaturenindustrie und die Aussage, dass die Armatur als mechanisches Verschlussorgan nicht in den Anwendungsbereich der ATEX fällt. Für den Kunden bedeutet dies aber im Umkehrschluss, dass er Armaturen als Komponente eines Geräte- oder Schutzsystems in explosionsgefährdeten Bereichen prüfen und abnehmen lassen muss. Ein aufwendiger Umstand, der viel Zeit benötigt und hohe Kosten verursacht.
Für den Armaturenhersteller EBRO ARMATUREN mit Sitz in Hagen, Westfalen, ist es eine Grundsatzentscheidung. „Die Anforderungen in explosionsgefährdeten Bereichen sind besonders hoch. Wir wollen zuverlässige Sicherheit von Anfang an bieten, deshalb sind unsere Baureihen den Erfordernissen der ATEX angepasst, entsprechend geprüft und zertifiziert“, sagt Thorsten Hardt, Leiter des Produktmanagements. „Oberflächen, die in Kontakt mit einer explosionsfähigen Atmosphäre kommen, können sich durch Reibung elektrostatisch aufladen und damit eine potentielle Gefahrenquelle erzeugen. Das gilt auch für die Oberflächen der Armatur. Wir haben uns daher bereits vor Jahren entschieden, konsequent an der Umsetzung der ATEX für alle EBRO-Armaturen zu arbeiten. Das haben wir auch geschafft.“ Bereits seit 2012 liefert das Unternehmen neu entwickelte Produkte wie die Taktschleuse Typ TS, die Flügelschleuse Typ FS-M, aber auch bewährte Absperrklappenbaureihen, wie die High Performance Klappen Serie HP und weichdichtende Klappen in Zwischenflansch-, Anflansch- und Doppelflanschbauweise baumustergeprüft und entsprechend der ATEX-Richtlinie 2014/34/ EG gekennzeichnet.
Heute, sieben Jahre später, sind alle weichdichtenden Armaturentypen mit EU-Baumusterprüfung verfügbar und können mit ATEXKennzeichnung und Angabe des EPL (Geräteschutzlevels) ausgeliefert werden. Sie erfüllen die aktuellen Anforderungen aus den Normen der Reihe EN ISO 80079-36 und EN ISO 80079-37. Mittlerweile stehen auch geprüfte isolierende oder ableitfähige Elastomermanschetten für alle Baureihen zur Verfügung. Hierzu zählen beispielsweise verschiedenste NBR-, EPDM-, FKM- und SBR-Mischungen, die je nach Anwendung für den Gasoder Staubbereich zugelassen sind. Auch zusätzliche Anforderungen wie FDA und BfR können mit diesen Manschetten erfüllt werden. Leitfähige Beschichtungen sind auf Kundenwunsch lieferbar. Das Lieferprogramm wurde noch um Sonderausführungen für die Baureihen Z 011 (Zwischenflansch-), Z 014 (Anflansch-) und F 012 (Doppelflansch) als explosionsdruckstoßfestes Gerät nach DIN EN 14660 und flammendurchschlagssicher erweitert. Damit sind die hohen Anforderungen der Staubexplosionsklassen ST 1 bis ST 2 erfüllt. In der Ausführung mit durchgehender Welle sind Absperrklappen jetzt auch bis zu einem maximalen Betriebsdruck von 10 bar und der höchsten Staubexplosionsklasse ST 3 lieferbar. Für eine vollständige Umsetzung war die Zertifizierung nach EN ISO/ICE 80079-34 – zusätzlich zum Qualitätsmanagement nach ISO 9001 – unerlässlich. Die Erweiterung des QS-Systems erfolgte durch die DEKRA Testing and Certification GmbH. Die Anforderungen der Richtlinie 2014/34/EU (Anhang IV Modul „Konformität mit dem Baumuster der Grundlage einer Qualitätssicherung bezogen auf das Produkt“) sind ohne Beauftragung eines externen Sachverständigen garantiert.

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