Danfoss hat seine druckunabhängigen Regelventile in den Nennweiten DN 125 bis DN 250 überarbeitet. Je nach Ausführung steigen die Nennvolumenströme um 5 bis 60 %, im Durchschnitt nach Herstellerangaben um 30 %. Gleichzeitig sinkt bei mehreren Ausführungen der erforderliche Differenzdruck.
Mit der Überarbeitung können die Ventile bei gleicher Nennweite größere Volumenströme übernehmen. Für Anlagenplaner kann das insbesondere bei großen HLK-Anlagen, Trinkwarmwassersystemen und Fernkältenetzen zusätzliche Spielräume bei der Dimensionierung schaffen.
Bei den Standardausführungen in DN 125 bis DN 250 beträgt der erforderliche Anlaufdruck nun 40 kPa. Für die High-Flow-Modelle nennt Danfoss 60 kPa. Ein geringerer erforderlicher Differenzdruck kann den Leistungsbedarf der Pumpen reduzieren und damit auch die Dimensionierung beeinflussen.
Kleinere Stellantriebe für DN 200 und DN 250
Überarbeitet wurde außerdem die Kombination der Regelventile mit den zugehörigen Stellantrieben. Die Ventile benötigen nach Angaben des Herstellers geringere Stellkräfte. Bei den Nennweiten DN 200 und DN 250 ist deshalb der digitale Stellantrieb NovoCon XL nicht mehr erforderlich. Für diese Ausführungen kann der kleinere NovoCon L eingesetzt werden.
Damit lässt sich der Platzbedarf der Antriebseinheit reduzieren. Zugleich hat Danfoss den maximal zulässigen Differenzdruck für die Ventile von bisher 600 kPa auf 800 kPa erhöht.
Zwei DN-250-Modelle für besonders hohe Volumenströme
Für groß dimensionierte HLK- und Fernkältesysteme ergänzt Danfoss die Baureihe um zwei sogenannte Super-High-Flow-Ausführungen. Das Modell DN 250 SHF erreicht einen Nennvolumenstrom von 600 m³/h bei einem Anlaufdruck von 80 kPa. Beim DN 250 SHF+ beträgt der Nennvolumenstrom 670 m³/h bei 100 kPa Anlaufdruck.
Druckunabhängige Regelung bleibt erhalten
Das grundlegende Funktionsprinzip der AB-QM-Baureihe ändert sich durch die Überarbeitung nicht. Die Ventile kombinieren Volumenstrombegrenzung und Regelung und arbeiten druckunabhängig. Danfoss gibt eine Ventilautorität von nahezu 100 % sowie einen Regelbereich von 1:1000 an. Damit sollen eingestellte Volumenströme auch bei wechselnden Druckverhältnissen im hydraulischen System stabil geregelt werden.








