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Magnetventil für Temperaturen von -200° C bis +180° C

Mit dem neuen Magnetventil Typ 2610 stellte der Fluidtechnikspezialist Bürkert auf der Valve World Expo 2014 in Düsseldorf ein Ventil für hohe und tiefe Temperaturen vor.

von | 30.05.20

Aufgrund einer thermischen Entkopplung von Fluid-Gehäuse und Magnetspule ermöglicht das direktwirkende, mediengetrennte 2/2-Wege-Magnetventil einen Einsatz im Bereich von -200° C bis +180° C. Der Typ steht in einer stromlos geschlossenen Ausführung zur Verfügung.
Kernstück des neuen Magnetventils von Bürkert ist ein Metallfaltenbalg aus beständigem Edelstahl, der die Spule vom Ventilgehäuse thermisch und fluidisch entkoppelt. Dadurch wird sowohl eine Kondensatbildung vermieden als auch ein unzulässiges Aufheizen der Spule. Ein verschweißtes Metallfaltenbalgsystem sorgt zudem für eine hohe Gasdichte.
Eine weitere Besonderheit des Typs 2610 ist eine leistungsreduzierende „Kick & Drop“-Elektronik, mit der das Ventil standardmäßig ausgerüstet ist. Die hohe Anzugsleistung von 72 W, die das Ventil zum Öffnen benötigt, wird durch Überregung der Spule erzeugt. Unmittelbar (400 ms) nachdem das Ventil geschaltet hat, senkt eine Elektronik den Energieverbrauch auf die erheblich niedrigere Halteleistung von 4 W ab.
Durch das breite Temperaturspektrum von -200 °C bis +180 °C eignet sich der Ventil-Typ besonders für Einsätze im Extrem-Temperaturbereich wie beispielsweise bei Kryogen-Anwendungen. Trotz Temperaturen von bis zu -200 °C kommt es durch die thermische Entkopplung weder zu einer Vereisung der Spule noch zu einer Kondensatbildung. Ein weiteres ideales Einsatzgebiet für das Magnetventil liegt innerhalb kritischer Chemie-Anwendungen. Durch das Metallfaltenbalgsystem aus beständigem Edelstahl sowie einer Dichtung aus PTFE eignet sich der Typ 2610 für ein sicheres Schalten von leichten Säuren und Laugen. Das vollverschweißte Metallfaltenbalgsystem ermöglicht zudem höchste Leckageraten von bis zu 10-6 mbarl/s.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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