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Partnerschaft für Kreislaufwirtschaft

Siemens hat in dieser Woche den Leistungsschalter SIRIUS 3RV2 vorgestellt. Dieser wird in einer Partnerschaft mit der BASF ohne den Einsatz fossiler Rohstoffe hergestellt.

von | 14.06.24

Auf der ACHEMA stellt Siemens den Leistungsschalter SIRIUS 3RV2 mit nachhaltigen Kunststoff-Komponenten vor.
Quelle: Siemens
Partnerschaft für Kreislaufwirtschaft

Siemens hat in dieser Woche den Leistungsschalter SIRIUS 3RV2 vorgestellt. Dieser wird in einer Partnerschaft mit der BASF ohne den Einsatz fossiler Rohstoffe hergestellt.

Der Leistungsschalter von Siemens Smart Infrastructure ist das erste elektrische Sicherheitsprodukt mit Kunststoffkomponenten, für die fossile Rohstoffe durch Bio-Methan aus recycelten Bioabfällen ersetzt wurden. Auf diese Weise kann der Hersteller im Jahr circa 270 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente einsparen. Als eines der ersten Produkte trägt der Schalter das neue Siemens EcoTech-Label.

Leistungsschalter als weiterer Schritt in Richtung Nachhaltigkeitsziele

Der SIRIUS 3RV2 wird in Industrie- und Infrastrukturanwendungen verwendet und enthält als erster seiner Art Kunststoffkomponenten aus biomassebilanzierten Kunststoffen. Die BASF stellt den Leistungsschalter unter Verwendung von Ultramid® BMBcertTM und Ultradur® BMBcertTM her und nutzt anstelle von fossile Rohstoffe am Anfang der Wertschöpfungsketten Bio-Methan aus nachwachsenden Quellen wie landwirtschaftlichen Abfällen.

In Sachen Qualität und Leistungsfähigkeit stehen die beiden Materialien herkömmlichen Kunststoffen in nichts nach. Durch die Verwendung dieser Produkte tragen Anwender somit zu einer Kreislaufwirtschaft und damit zu einer nachhaltigeren Zukunft bei.

Für Siemens ist diese Materialumstellung ein weiterer Beitrag zum Erreichen seiner Nachhaltigkeitsziele in den Bereichen Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz. Siemens verfolgt ein wissenschaftlich fundiertes 1,5°C-Dekarbonisierungsziel, einschließlich des Ziels der Reduzierung von Emissionen von Scope 1 und 2 um 90 Prozent bis 2030, sowie die Anwendung eines robusten Ökodesigns für 100 Prozent der relevanten Produktfamilien bis 2030.

Kleine Umstellung mit beachtlicher Wirkung

Die Wahl der Materialien spielt beim Einsparen von CO2-Emissionen genauso eine Rolle wie Produktdesign, Fertigungs- und Zulieferprozesse. Das kürzlich eingeführte Eco-Tech-Label gewährt Kunden einen detaillierten Einblick in die Produkleistung hinsichtlich bestimmter Umweltkriterien. Siemens möchte in den kommenden Monaten den Einsatz nachhaltiger Materialien auf das gesamte SIRIUS-Portfolio ausweiten. Der Leistungsschalter bietet zudem auch über seine gesamte Lebensdauer hinweg einen niedrigeren Energieverbrauch als sein Vorgänger.

„Mit unseren Produkten helfen wir Kunden, die Leistung, Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit ihrer Anlagen durch ressourceneffiziente kreislauffähige Produkte zu verbessern, die Energieverbrauch, Produktion und Lieferketten über den gesamten Lebenszyklus hinweg optimieren. In der BASF haben wir einen starken Partner gefunden, der uns mit Innovationen im Bereich nachhaltiger Kunststoffe unterstützt“, äußert sich Andreas Matthé, CEO Electrical Products bei Siemens Smart Infrastructure.

BASF setzt auf ressourcenschonende Materialien

Die BASF verwendet bei der Herstellung ihrer Produkte immer mehr nachwachsende und recycelte Rohstoffe. Damit möchte der Chemiekonzern seinen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und Defossilisierung leisten. Fossile Rohstoffe werden schrittweise durch biobasierte und wiederverwertete Rohstoffe ersetzt. Nach dem Massenbilanz-Ansatz werden diese Rohstoffe bereits am Anfang der Wertschöpfungsketten von BASF in den Produktionsverbund eingebracht. Werden die auf diese Weise zertifizierten Produkte nachgefragt, speist BASF nachhaltige Rohmaterialien in den BASF-Verbund ein.

„Der Massenbilanz-Ansatz ist eine bahnbrechende Lösung, die den schrittweisen Ersatz von fossilen Rohstoffen auch in komplexen Produktionsprozessen ermöglicht“, erklärt Martin Jung, President BASF Performance Materials. „Dies entspricht unserem Ziel, eine Kreislaufwirtschaft und so zügig wie möglich einen “Netto-Null”-Betrieb zu erreichen.“

Das von BASF eingesetzte Bio-Naphtha und Bio-Methan ist nach etablierten Systemen wie ISCC PLUS und REDcert als nachhaltig klassifiziert.

Präsentation auf der ACHEMA

Matthé nennt die Tatsache, dass ein solches nachhaltiges Material ohne Einbußen bei Sicherheit und Leistung verwendet werden kann, einen vollen Erfolg für Siemens. Auf der aktuell laufenden ACHEMA wird der SIRIUS 3RV2 vorgestellt. Dort können Interessierte auch mehr über das Label Siemens EcoTech erfahren.

Sie finden Siemens in Halle 11, Stand E3.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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