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Präzise Regelung mit Tieftemperaturventilen

Bisher kamen Edelstahl-Tieftemperaturventile überwiegend für die Regelung von flüssigem Helium zum Einsatz. Die extrem niedrige Temperatur von flüssigem Helium ist notwendig, um Anwendungen im Bereich der Supraleitung für Magnetspulen in der Teilchenphysik, in der Forschung der Teilchenbeschleunigung und -kollision sowie in Fusionsreaktoren durchzuführen. Nunmehr lassen sich die neu entwickelten Kämmer Ventile der Serie ColdFlow 341000 von Flowserve auch in Applikationen einsetzen, in denen andere verflüssigte Gase wie Neon, Stickstoff, Argon, Wasserstoff etc. zu regeln sind. Allerdings sind sie nicht geeignet für Sauerstoffanwendungen.

von | 30.05.20

Bisher kamen Edelstahl-Tieftemperaturventile überwiegend für die Regelung von flüssigem Helium zum Einsatz. Die extrem niedrige Temperatur von flüssigem Helium ist notwendig, um Anwendungen im Bereich der Supraleitung für Magnetspulen in der Teilchenphysik, in der Forschung der Teilchenbeschleunigung und -kollision sowie in Fusionsreaktoren durchzuführen. Nunmehr lassen sich die neu entwickelten Kämmer Ventile der Serie ColdFlow 341000 von Flowserve auch in Applikationen einsetzen, in denen andere verflüssigte Gase wie Neon, Stickstoff, Argon, Wasserstoff etc. zu regeln sind. Allerdings sind sie nicht geeignet für Sauerstoffanwendungen.
Erstmals wurden die Ventile der Serie ColdFlow 341000 auf der Cryogenics IIR International Conference in Dresden einem breiten Publikum vorgestellt. Dieser Veranstaltung ging der erfolgreiche Test eines Prototyps des gemeinsam mit Linde Kryotechnik entwickelten neuen Ventils am ILK Institut für Luft- und Kältetechnik voraus. Bei einer Betriebstemperatur von -269 °C (4 Kelvin) wurde das Ventil auf Sitzdichtheit, Kv-Wert und Funktion sowie auf Belastbarkeit durch Hubtests mit flüssigem Helium geprüft. Das ILK verfügt über die hierzu erforderliche Kryotechnik, die Tieftemperaturtechnik, die nach dem Joule-Thomson-Effekt in der Lage ist, extrem tiefe Temperaturen, weit unter -150 °C, zu erzeugen. Es treten physikalische Effekte auf, die die Verflüssigung und Trennung von Gasen erlauben. So kann beispielsweise flüssiges Helium zur Kühlung supraleitender Wicklungen von Elektromagneten dienen. Als eine Besonderheit der Ventile der Serie 341000 ist hervorzuheben, dass das Eckgehäuse (1.4404 / 316L) einschließlich der Kegelverlängerung für den Einbau in Vakuumboxen konzipiert wurde und eine Temperaturbeständigkeit bis zu -269 °C (4 Kelvin) aufweist. Die Nennweiten liegen nach DIN bei DN 4 bis DN 200 und nach ANSI bei 0,16 bis 8 inch. Die Druckstufe beträgt PN 25 / Class 150 (optional: PN 40 / Class 300). Die Sitzkegel-Garnitur des Ventils mit Kegelschaftführung besteht aus einem Kegel, einer Kegelverlängerung sowie einer Balgabdichtung mit Spindel. Das Kegelmaterial besteht aus PCTFE (Polychlortriflourethylen), es gehört zu den Thermoplasten und ist sehr beständig gegenüber vielen Chemikalien. Darüber hinaus besitzt PCTFE die höchste Härte, Festigkeit und Steifigkeit unter den Fluorkunststoffen. Der Sitz ist im Gehäuse integriert. Die konstruktive Gestaltung der Garnitur minimiert die Wärmeübertragung vom Gehäuse zum Aufsatz. Weiterhin bietet das modulare Design des Ventils folgende Vorteile:
  • Einfacher Zugang
  • Schneller Teileaustausch
  • Geringe Öffnungszeiten
  • Minimale Stillstandszeiten
  • Reduzierter Kälteverlust
  • Moderate Ersatzteilkosten
Die Ventile der Serie ColdFlow 341000 gehen aus einer Überarbeitung der Serie 241000 hervor.

Erstmals wurden die Ventile der Serie ColdFlow 341000 auf der Cryogenics IIR International Conference in Dresden einem breiten Publikum vorgestellt. Dieser Veranstaltung ging der erfolgreiche Test eines Prototyps des gemeinsam mit Linde Kryotechnik entwickelten neuen Ventils am ILK Institut für Luft- und Kältetechnik voraus. Bei einer Betriebstemperatur von -269 °C (4 Kelvin) wurde das Ventil auf Sitzdichtheit, Kv-Wert und Funktion sowie auf Belastbarkeit durch Hubtests mit flüssigem Helium geprüft. Das ILK verfügt über die hierzu erforderliche Kryotechnik, die Tieftemperaturtechnik, die nach dem Joule-Thomson-Effekt in der Lage ist, extrem tiefe Temperaturen, weit unter -150 °C, zu erzeugen. Es treten physikalische Effekte auf, die die Verflüssigung und Trennung von Gasen erlauben. So kann beispielsweise flüssiges Helium zur Kühlung supraleitender Wicklungen von Elektromagneten dienen. Als eine Besonderheit der Ventile der Serie 341000 ist hervorzuheben, dass das Eckgehäuse (1.4404 / 316L) einschließlich der Kegelverlängerung für den Einbau in Vakuumboxen konzipiert wurde und eine Temperaturbeständigkeit bis zu -269 °C (4 Kelvin) aufweist. Die Nennweiten liegen nach DIN bei DN 4 bis DN 200 und nach ANSI bei 0,16 bis 8 inch. Die Druckstufe beträgt PN 25 / Class 150 (optional: PN 40 / Class 300). Die Sitzkegel-Garnitur des Ventils mit Kegelschaftführung besteht aus einem Kegel, einer Kegelverlängerung sowie einer Balgabdichtung mit Spindel. Das Kegelmaterial besteht aus PCTFE (Polychlortriflourethylen), es gehört zu den Thermoplasten und ist sehr beständig gegenüber vielen Chemikalien. Darüber hinaus besitzt PCTFE die höchste Härte, Festigkeit und Steifigkeit unter den Fluorkunststoffen. Der Sitz ist im Gehäuse integriert. Die konstruktive Gestaltung der Garnitur minimiert die Wärmeübertragung vom Gehäuse zum Aufsatz.
Weiterhin bietet das modulare Design des Ventils folgende Vorteile:

  • Einfacher Zugang
  • Schneller Teileaustausch
  • Geringe Öffnungszeiten
  • Minimale Stillstandszeiten
  • Reduzierter Kälteverlust
  • Moderate Ersatzteilkosten

Die Ventile der Serie ColdFlow 341000 gehen aus einer Überarbeitung der Serie 241000 hervor.

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