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Pressverbindungstechnik für dickwandige Stahlrohre

Stahlrohrverbindungen werden in Heizungs- und Kühlanlagen sowie industriellen Anwendungen noch vielfach geschweißt. Das ist nicht nur zeitaufwändig und anstrengend, sondern birgt auch Brandgefahr.

von | 30.05.20

Mit „Megapress“ lassen sich dickwandige Stahlrohre in den Nennweiten 1/2“ bis 2“ sekundenschnell verpressen. Die Montagezeit verkürzt sich um bis zu 60 Prozent. Etwa drei von vier Rohrverbindungen in der Gebäudetechnik werden heute nicht mehr gelötet, geschraubt oder geschweißt, sondern „kalt“ verpresst. Das ist durch die schnellere Verarbeitung wirtschaftlicher und zugleich sicherer, da nicht mehr mit offener Flamme gearbeitet wird. Bei dickwandigen Stahlrohren nach DIN EN 10220/10255 sowie DIN EN ISO 6708 kamen diese Verarbeitungsvorteile bisher nicht zum Tragen, da die Außendurchmesser der Rohre erhebliche Maßtoleranzen aufweisen. Dafür hat Viega mit dem System „Megapress“ eine praxisgerechte Lösung entwickelt. In den Stahlverbindern aus dem Werkstoff 1.0308 (St 37) mit Zink-Nickel-Beschichtung ist ein spezielles Profil-Dichtelement aus EPDM integriert. Dieses sorgt in Kombination mit einem Schneidring bei den rauen Oberflächen von schwarzem, verzinktem, lackiertem oder mit Epoxidharz beschichtetem Stahlrohr für eine dauerhaft dichte und kraftschlüssige Verbindung.
Bis zu 60 Prozent Zeitersparnis Die Zeitersparnis durch die neue Pressverbindungstechnik für Stahlrohre ist beträchtlich. Je nach Anschlussnennweite (1/2“ bis 2“) beträgt diese bis zu 60 Prozent gegenüber herkömmlichen Verbindungsarten wie Schweißen, Klemmen oder Schrauben. Die Verarbeitung ist so einfach wie bei allen Viega Presssystemen: Rohr ablängen, Verbinder aufstecken und verpressen. Zusätzlich bieten „Megapress“-Verbinder durch die SC-Contur die Sicherheit der Zwangsundichtheit im unverpressten Zustand. Versehentlich nicht verpresste Verbindungen sind bei der Dichtheitsprüfung erkennbar undicht. Nach der Verpressung sind die Rohrverbindungen dauerhaft dicht.
Mühelos verpressen Arbeiten mit dem „Megapress“-System ist für den Installateur aber nicht nur sicherer, sondern auch weniger anstrengend als Schweißen: Typische Stahlrohr-Installationen für Druckluft-, Industrie-, Feuerlösch- oder Sprinkleranlagen befinden sich oft in mehreren Metern Höhe unter der Hallendecke. Dort zu schweißen, kostet Kraft und ist gefährlich. Mit den bekannten Viega Presswerkzeugen lässt sich die Verbindung mühelos über Kopf verpressen. Das Zubehör liefert Viega in einem praktischen Koffer, der neben drei Pressbacken (1/2“ bis 1“) drei Pressringe für die Nennweiten 1¼“ bis 2“ und eine Gelenkzugbacke enthält. Damit lassen sich die Pressverbindungen auch unter engen Platzverhältnissen herstellen.
In den USA erfolgreich Die Praxistauglichkeit hat das System aber schon millionenfach auf dem US-amerikanischen Markt unter Beweis gestellt. Dort sind die im Viega-Werk Großheringen (Thüringen) hergestellten Stahlverbinder bereits seit fast vier Jahren im Einsatz. Megapress verfügt über alle einschlägigen Zulassungen sowie TÜV- Zertifikate. Geeignet ist das Presssystem für Heizungs- und Kühlanlagen sowie Industrieanwendungen bis 16 bar und 110 °C.
IFAT 2016: Halle A4, Stand 351/450,

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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