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Regelventile lösen Standfüße eines Hubschiffes vom Meeresboden

Für den Transport und Aufbau von Windkraftanlagen oder Offshore-Windparks kommt ein spezielles Hubschiff zum Einsatz, ein sogenanntes Heavy-Lift Jack-Up Vessel. Damit das Schiff unabhängig vom Seegang arbeiten kann, verankert es sich mit elektrisch betriebenen Standfüßen auf dem Meeresboden. Diese müssen mithilfe von pilotgesteuerten Regelventilen wieder gelöst werden. Das Arbeits- und Transportschiff hat eine Ladekapazität von […]

von | 17.01.23

Für den Transport und Aufbau von Windkraftanlagen oder Offshore-Windparks kommt ein spezielles Hubschiff zum Einsatz, ein sogenanntes Heavy-Lift Jack-Up Vessel. Damit das Schiff unabhängig vom Seegang arbeiten kann, verankert es sich mit elektrisch betriebenen Standfüßen auf dem Meeresboden. Diese müssen mithilfe von pilotgesteuerten Regelventilen wieder gelöst werden.

Das Arbeits- und Transportschiff hat eine Ladekapazität von ca. 8.000 t und erreicht eine Geschwindigkeit bis zu 12 Knoten. Es soll jährlich mehr als 80 Windräder mit einer Höhe von über 120 m installieren. Auf der Steuerbordseite befindet sich ein Schwerlastkran mit 1.500 t Tragkraft, dessen Ausleger eine Gesamtlänge von 105 m hat.

Das Spezialschiff verfügt über eine dynamische Positionierung mit vier Ruderpropellern und drei Querstrahlanlagen im Bug und richtet sich nach Erreichen seiner Arbeitsposition auf dem Meer mit Hilfe der Hubbeine auf. Dabei werden die vier elektrisch betriebenen Standfüße (die sogenannten Jack-up-Legs), die während der Überfahrt angehoben waren, nach und nach bis zu 50 m weit ausgefahren und auf dem Meeresboden platziert. Das Installationsschiff verankert sich durch das hohe Eigengewicht und kann nun weitgehend unabhängig von Seegang und rauen Wetterverhältnissen als Plattform eingesetzt werden. Die Ruhigstellung auf den Standfüßen ermöglicht eine passgenaue Montage der transportierten Anlagenkomponenten und eine zügige Aufstellung der Windräder mit Hilfe des Krans.

Hohe Anforderungen für das Armaturenmaterial

Während der Arbeitsphase des Hubschiffes saugen sich die Standfüße am Meeresboden fest. Diese müssen vor dem Einfahren der Jack-up-Legs durch das Einspritzen von Seewasser mit speziellen Düsen freigespült werden, um das Vakuum aufzuheben. An jedem Standfuß ist ein pilotgesteuertes Regelventil des Typs RP 820 ECK DN 150 von der Mankenberg GmbH installiert, das einen Gegendruck für die Rotationspumpen aufbaut. Ohne diesen Gegendruck würden die Pumpen durch Kavitation beschädigt werden. Das System ist so ausgelegt, dass die Ventile bei 69,5 bar überströmen.

Der Einsatz in der salzhaltigen maritimen Umgebung mit unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit und starken Temperaturschwankungen stellt hohe Anforderungen an das Material der Regelarmatur. Gehäuse und Innenteile des pilotgesteuerten Regelventils RP 820 ECK bestehen daher aus Edelstahl, die Federn sind aus Inconel gefertigt. Auf Grund des hohen Druckabfalls sind Kegel und Sitz gepanzert ausgeführt.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Um die Standfüße eines Hubschiffes vom Meeresboden zu lösen, kommen pilotgesteuerte Regelventile der Mankenberg GmbH zum Einsatz.

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