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Upgrade von Ventilserie ermöglicht weitere Anwendungsbereiche

Ein deutscher Armaturenhersteller hat ein Upgrade seiner Ventilserie vorgestellt. Das Produkt eignet sich von nun an nicht für das bisherige Medium Öl, sondern auch für Medien wie Sauerstoff, Wasserstoff und Ammoniak oder Methanol.

von | 26.09.24

Das FMX 2.0 zeichnet sich durch die kleine und kompakte Bauweise bei hoher Durchflussrate aus.
Quelle: müller co-ax gmbh
Upgrade von Ventilserie erschließt weitere Anwendungsbereiche

Die müller co-ax gmbh präsentiert das Upgrade der FMX-Serie: Das FMX 2.0, ein Ventil mit kompaktem Design bei großer Durchflussrate. In neuer Materialausführung als Edelstahl- oder Aluminiumversion und einem erhöhten Druckbereich bis 40 bar, hat das Unternehmen ein Ventil entwickelt, das sich, neben dem bisherigen Medium Öl, nun außerdem für Medien wie Sauerstoff, Wasserstoff und Ammoniak oder Methanol eignet. Dadurch werden neue Anwendungsbereiche erschlossen. Neben dem bisherigen Maschinen- und Anlagenbau findet die Ventilserie Einsatz in der Dampfsterilisation, Vakuumverpackungstechnik und Wasserstoffanwendungen wie Elektrolyse.

Das FMX 2.0 zeichnet sich durch die kleine und kompakte Bauweise bei hoher Durchflussrate aus. Es ist so ausgelegt, dass die Hauptdurchflussrichtung entlang der Ventilachse verläuft. Das Öffnen und Schließen erfolgt durch eine axiale Bewegung des Ventilrohres. Das Ventil ist somit druckausgeglichen und für den Schaltvorgang sind nur die Reibung der Dichtung und Federkraft zu berücksichtigen.

Ventilserie erweitert den Druckbereich auf 40 bar

Unabhängig davon, ob ein Vakuum oder Druckzustand herrscht, werden beim Betätigen der druckausgeglichenen FMX-Ventile enorme Mengen an Druckluft und Kosten pro Hub eingespart. Hinzu kommt, dass die Ventilgröße, unabhängig von der Druckstufe, gleichbleibend ist. Der pneumatische Ventilantrieb ist, aufgrund seiner coaxialen Position, platzsparend innerhalb des Gehäuses integriert, wodurch das Ventil vor allem in beengten Einbausituationen zum Einsatz kommt.

Durch den erhöhten Druckbereich von bis zu 40 bar und dem Temperaturbereich von -40° – +85° eignet sich das Ventil für den Einsatz im Wasserstoffbereich. Hinzu kommt eine wasserstoffbeständige Materialauswahl, sodass keine Wasserstoffversprödung erfolgt. Die Ventile werden in einer öl- und fettfreien Ausführung in Elektrolyseanlagen verwendet und sind sowohl für den Einsatz mit Wasserstoff als auch mit Sauerstoff geeignet. Dadurch können Ersatzartikel reduziert werden.

Unabhängig von Größe und Volumen des zu vakuumierenden Artikels kann die Abdeckfolie der Ventilserie sehr schnell mit Sauerstoff befüllt und danach vakuumiert werden. Zum Einsatz kommen abriebresistente Dichtmaterialien, Schmiermittel und Werkstoffe für den Lebensmittelbereich. Der kleine pneumatische Antrieb erlaubt schnellste Prozessgeschwindigkeiten, die auch nach vielen Millionen Schaltzyklen ohne Wartung konstant bleiben. Die Kunden profitieren vom geringen Steuerluftverbrauch/Hub bei gerade einmal 4 bar Druck, denn dieser macht sich bei geringeren Betriebskosten bemerkbar.

Temperaturbereich bis +180 °C für Einsatz in der Dampfsterilisation

Mittels Dampfes findet in einem Autoklav die Sterilisation von Materialien und Instrumenten statt. Im Autoklav wirkt Dampf unter Druck auf Mikroorganismen, Viren, Sporen und tötet diese ab. Die FMX 2.0-Baureihe kann optional komplett in Edelstahl (1.4404) ausgeführt werden. Dadurch können heiße Medien und die äußerliche Desinfektion dem Ventilgehäuse in Edelstahl nichts anhaben. Die kompakte und glatte Bauweise begünstigt die Reinigung der Ventile von außen.

Chemisch gebundener Wasserstoff in Form von flüssigem Ammoniak oder Methanol lässt sich in großen Mengen und Entfernungen einfach und verlustfrei transportieren. müller coax weist im Umgang mit diesen Medien bereits seit über 60 Jahren Erfahrungswerte auf und liefert prozesssichere Lösungen. Aufgrund der verwendeten Gehäusewerkstoffe und Dichtungen, ist die FMX-Baureihe für diese Medien beständig und beispielsweise für den Einsatz als Schaltventil für Brennstoffzellen auf Methanol oder Ammoniakbasis geeignet.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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