Die neu eingeführte Version kombiniert Stromversorgung und Datenkommunikation in einem einzigen M12-Steckverbinder. Sie ermöglicht so eine hohe dynamische Leistung, umfassende Diagnose und vereinfachte Verdrahtung für anspruchsvolle Hydraulikanwendungen.
Die DFplus-Ventile haben sich seit mehreren Generationen erfolgreich im Markt bewährt. Inzwischen sind sie in der vierten Generation mit IO-Link Klasse A als Standard-Kommunikationsanschluss parallel zur analogen Schnittstelle erhältlich. Über diese IO-Link-Schnittstelle können Benutzer die Ventilparameter anpassen und Statusdaten während des Betriebs auslesen. Dank der galvanischen Trennung zwischen der Betriebsspannungsversorgung und der IO-Link-Spannungsversorgung ist der Zugriff auf die Parameter der Ventilelektronik auch bei abgeschalteter Betriebsspannung möglich. Dadurch sind effiziente Einrichtungs- und Serviceroutinen möglich.
Auf dieser Plattform aufbauend hat Parker das Konzept kontinuierlich zu einer neuen Version IO-Link Klasse B weiterentwickelt. Diese ist jetzt für DFplus-Ventile verfügbar. IO-Link Klasse B ist ein IO-Link-Anschlusstyp, der neben den standardmäßigen IO-Link-Kommunikationsleitungen eine zusätzliche, galvanisch getrennte Stromversorgung für die Leistungsendstufe bietet. Mit IO-Link der Klasse B entfallen die komplexen und kostenintensiven 6+PE- oder 11+PE-Anschlüsse. Diese werden durch eine standardisierte, vorkonfektionierte M12-Verkabelung ersetzt.
Frank Henschke, Product Manager bei Hydraulic Valve Systems Division Europe, erklärt den Vorteil: „Durch den Umstieg auf einen vorkonfektionierten M12-Anschluss wird das Risiko von Fehlfunktionen erheblich reduziert, da diese häufig durch Steckverbindungsanschlüsse in Plug-in-Verbindungen verursacht werden.“
Digitales Feedback wird über IO-Link abgewickelt
Bei der DFplus-Version mit IO-Link der Klasse B sind Datenanschluss und Stromversorgung in einem einzigen 5-poligen M12-Steckverbinder vereint. Mit dieser Konfiguration kann das Ventil mit Strömen von bis zu 4 A versorgt werden, sodass die bekannte dynamische Leistung der DFplus-Ventilfamilie voll erhalten bleibt. Um diese Leistung zu erreichen, ist die Verwendung von geeigneten IO-Link-Mastern und M12-Kabeln erforderlich. Über diese einzelne M12-Schnittstelle werden die Versorgungsspannung, die digitale Übertragung des Sollwerts, das digitale Feedback und sämtliche Aktivierungs-/Deaktivierungsfunktionen über IO-Link abgewickelt, wodurch die Komplexität der Verdrahtung und der Installationsaufwand deutlich reduziert werden.
Neben Leistungs- und Verdrahtungsvorteilen bieten DFplus-Ventile mit IO-Link Klasse B umfassende Diagnose- und Servicefunktionen. Benutzer können auf detaillierte Diagnosedaten wie Temperatur, Zykluszählung und Fehlerzustände zugreifen und die Parametrierung direkt über die SPS oder über Servicetools vornehmen. Diese Fähigkeit sorgt für eine schnellere Inbetriebnahme, ermöglicht zustandsbasierte und vorausschauende Wartungsstrategien und trägt zu einer höheren Systemverfügbarkeit bei.
Erhältlich in ausgewählten Größen und Konfigurationen
Darüber hinaus können DFplus-Ventile mit IO-Link der Klasse B als Absperrelement bis zu Kategorie 3, PL d nach EN 13849-1 verwendet werden. Die Sicherheit über IO-Link- ist durch die galvanische Trennung zwischen dem Leistungsteil und der Steuerelektronik erreichbar, wenn sie mit geeigneten IO-Link-Mastern verwendet werden.
Das Ergebnis sind funktionale Sicherheit und eine hohe Betriebssicherheit in modernen Hydrauliksystemen. Die DFplus-VENTILE mit Schnittstelle der IO-Link Klasse B sind ab sofort in ausgewählten Größen und Konfigurationen erhältlich, weitere Ausführungen folgen.







