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HUSUM WIND 2025 mit starken politischen Signalen

Mit prominenter politischer Beteiligung und rund 600 Ausstellenden endet heute die HUSUM WIND 2025. Vier Tage lang wurde Husum zum Treffpunkt der internationalen Windwirtschaft. Es kamen Gäste aus etwa 50 Nationen. Im Mittelpunkt standen neue Technologien für On- und Offshore-Windkraft, Grüner Wasserstoff, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.

von | 19.09.25

Volle Messehallen bei der HUSUM WIND 2025.
Quelle: MHC / Reinhard Witt
HUSUM WIND 2025 mit starken politischen Signalen

Das Partnerland Dänemark sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Bundes- und Landespolitik unterstrichen die Bedeutung der Messe als Schaufenster der Windindustrie und Taktgeberin für die Energiewende. Unter den internationalen Ausstellenden bei der HUSUM WIND waren unter anderem auch die USA, Kanada, Thailand und Saudi-Arabien vertreten.

Meike Kern, Geschäftsführerin der Messe Husum & Congress, formulierte den Anspruch für die diesjährige HUSUM WIND: „Was 1989 in Husum seinen Anfang nahm, entwickelte sich zur ersten internationalen Fachmesse für Windenergie, lange bevor der Begriff Energiewende überhaupt geprägt wurde. Heute geht es auf dieser Messe darum, den kommenden Anforderungen nicht nur zu begegnen, sondern ihnen voraus zu sein.“

Bundes- und Landespolitik zeigen klares Bekenntnis zu Windenergie

Ministerpräsident Daniel Günther eröffnete die Messe im Beisein der gesamten Landesregierung Schleswig-Holsteins sowie hochrangiger Vertreterinnen und Vertreter aus Bundespolitik, Verbänden, dem Partnerland Dänemark und der nationalen wie internationalen Windwirtschaft.

„Gemeinsam mit Dänemark haben wir das Ziel, die Energiewende in Europa weiter voranzubringen und eine klimafreundliche Industrie aufzubauen. Mit der Umsetzung der Erneuerbare-Energie-Richtlinie wird die Energiewende in Deutschland beschleunigt und entbürokratisiert. Damit haben wir eine große Chance, unsere Ausbauziele zu erreichen. Mit Tatkraft, Pioniergeist und einer Portion Optimismus setzen wir weiterhin darauf, in Schleswig-Holstein bis 2040 klimaneutral zu werden“, sagte Günther in seiner Eröffnungsrede.

Stefan Rouenhoff, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, betonte in seiner Rede die Rolle der Windenergie als tragende Säule der Energiewende: „Das erklärte Ziel der Bundesregierung ist ein sicheres und bezahlbares Energiesystem, das breite Unterstützung in unserer Gesellschaft erfährt und mit dem wir den Weg der Dekarbonisierung fortsetzen können. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Windenergie. Erneuerbare Energien wie Windkraft, aber auch Photovoltaik und Biomasse haben sich zu einer tragenden Säule unserer Stromversorgung entwickelt. Jetzt gilt es, die erneuerbaren Energien konsequent in das Gesamtsystem einzubinden, um ihre Kosteneffizienz zu steigern und ihre Netzdienlichkeit zu gewährleisten.“

Er vertrat bei der Eröffnung das Bundesministerium als Schirmherrin der diesjährigen HUSUM WIND.

Praxisnahe Einblicke bei der HUSUM WIND

Unter dem Motto „Vorsprung durch Innovation“ präsentierte die Messe praxisnahe Einblicke in die aktuellen Entwicklungen der Branche – von Onshore- und Offshore-Technologien über Speicher, Recycling und Repowering bis hin zu grünem Wasserstoff, Cybersicherheit und Künstlicher Intelligenz.

„In Husum zeigt die Windenergiebranche ihre Leistungsfähigkeit und Innovationen. Damit signalisiert sie der Politik: Wir sind die Kernindustrie der deutschen Energieversorgung. Ohne uns geht es nicht“, konstatierte Bärbel Heidebroek, Präsidentin des Bundesverbands WindEnergie.

Ein Schwerpunktthema bei der Eröffnung war die Cybersicherheit kritischer Energieinfrastrukturen. Auf einem hochkarätig besetzten Podium aus Wirtschaft, Forschung und Verbänden wurde die Bedeutung intensiv diskutiert. Dr. Dennis Rendschmidt, Geschäftsführer VDMA Power Systems, betonte in diesem Zusammenhang die Rolle von Windenergieanlagen als Teil der kritischen Infrastruktur:

„Diese ist wesentlich für die Resilienz des Energiesystems und die Sicherstellung der Versorgungssicherheit. Der Ausbau der Windenergie trägt zudem stark zur heimischen Wertschöpfung und Beschäftigung bei. Damit ist klar, dass Windenergieanlagen wirksam vor digitalen Bedrohungen zu schützen sind und die NIS-2-Richtlinie regulatorische Lücken konsequent schließen muss.”

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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