Die IFAT Munich 2026 ist gestern in München gestartet und läuft noch zwei weitere Tage. Seit inzwischen 60 Jahren gilt die Weltleitmesse als zentraler Treffpunkt für Umwelttechnologien. Auch dieses Mal bringt sie internationale Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um über Lösungen für Wasser- und Rohstoffsicherheit zu diskutieren. Mit mehr als 400 Veranstaltungen bietet die Messe ein umfangreiches Programm, das sich den drängenden Zukunftsfragen widmet.
Zum Auftakt am Montag haben Bundesumweltminister Carsten Schneider, EU-Kommissarin Jessika Roswall sowie Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber die Messe eröffnet. Im weiteren Verlauf des ersten Messetages rückte insbesondere das Thema Wasserstoff in den Fokus. In der Spotlight Area ging es um konkrete Anwendungen und Perspektiven für den Einsatz in zirkulären Systemen.
Industrie und Politik diskutieren Zukunft von Wasser und Circular Economy
Am heutigen Dienstag steht die Rolle von Wasser als strategischer Schlüsselfaktor im Mittelpunkt. Beim Europäischen Spitzengespräch der Wasserwirtschaft diskutieren führende Vertreter auf der Blue Stage über Resilienz und nachhaltiges Wachstum. Parallel dazu stellen der Bundesverband der Deutschen Industrie und die Boston Consulting Group eine Studie zur Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie durch Circular Economy vor.
Zu den Rednern zählt unter anderem Holger Lösch. Am morgigen Mittwoch folgt ein weiteres hochkarätiges Spitzengespräch zur Kreislaufwirtschaft, bei dem Vertreter der Europäischen Kommission, der Industrie und der Finanzbranche über zirkuläre Geschäftsmodelle im Kontext des Clean Industrial Deal beraten.
IFAT Munich zeigt internationale Stärke und nachhaltige Mobilität
Auch die Dimensionen der Messe verdeutlichen ihre internationale Strahlkraft. Mehr als 3.300 Aussteller aus aller Welt präsentieren ihre Lösungen, über die Hälfte davon aus dem Ausland. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit rund 142.000 Besuchern aus etwa 170 Ländern. Auf einer Ausstellungsfläche von rund 300.000 Quadratmetern – das entspricht etwa 42 Fußballfeldern – zeigen Unternehmen ihre Innovationen, darunter auch Live-Demonstrationen mit über 110 Maschinen und Fahrzeugen, einschließlich elektrisch und wasserstoffbetriebener Modelle.
Die hohe Besucherzahl wirkt sich auch auf die Stadt aus: Hotels, Restaurants und Biergärten in München sind stark ausgelastet. Gleichzeitig setzt die Messe auf nachhaltige Mobilität – der öffentliche Nahverkehr ist im Ticketpreis enthalten und wird von einem Großteil der Gäste genutzt. Ergänzt wird das Angebot durch eng getaktete U-Bahn-Verbindungen sowie alternative Übernachtungsmöglichkeiten direkt auf dem Messegelände, die bereits stark nachgefragt sind.







