Für Anbieter und Anwender von Industriearmaturen rücken Automatisierung, Prozessdaten und vernetzte Produktion weiter in den Fokus. Diese Entwicklung spiegelte sich auf der Ilmac Lausanne 2026 wider: 3.952 Teilnehmende besuchten die zweitägige Fachveranstaltung für Chemie und Life Sciences. Das entspricht nach Angaben des Veranstalters einem Plus von 18,6 Prozent gegenüber 2024. Die Zahl der Ausstellenden stieg um 7 Prozent auf 213.
Industriearmaturen als Teil vernetzter Produktionsprozesse
Das Fachprogramm der Messe umfasste mehr als 70 Vorträge, Pitches und Diskussionsformate. Für Anlagenbetreiber, Planer und technische Ausrüster waren insbesondere die Themen Prozessautomation, digitale Prozessüberwachung und Process Analytical Technology (PAT) relevant. Am ersten Veranstaltungstag wurde diskutiert, wie Prozessdaten, digitale Modelle und Automatisierung zur Überwachung und Optimierung von Produktionsprozessen eingesetzt werden können.
Damit adressierte die Veranstaltung Entwicklungen, die auch das Umfeld von Armaturen, Antrieben sowie Mess- und Regeltechnik betreffen. Je stärker Prozessanlagen automatisiert und datenbasiert betrieben werden, desto enger müssen Feldgeräte und Komponenten in die Prozessführung eingebunden werden. Konkrete neue Armaturenprodukte oder technische Armaturenspezifikationen nennt der Schlussbericht allerdings nicht.
Automatisierung und Digitalisierung im Labor und in der Produktion
Mit der erstmals in Lausanne realisierten Future of Life Sciences Area erweiterte die Ilmac ihr Programm um Anwendungen und Zukunftsszenarien aus Automatisierung, künstlicher Intelligenz, Laborplanung und industrieller Digitalisierung. Ein Schwerpunkt lag auf stärker vernetzten, datengetriebenen und automatisierten Laborumgebungen.
Auch PAT, digitale Zwillinge und datenbasierte Modelle wurden thematisiert. Nach Darstellung im Schlussbericht ging es dabei unter anderem um effizientere und nachhaltigere Bioprozesse. Die Beiträge verbanden Automatisierung und Biotechnologie mit Fragen der industriellen Umsetzung.
Mehr Besucher und Aussteller in Lausanne
Neben dem Fachprogramm stand die Geschäftsanbahnung im Mittelpunkt. Der Veranstalter berichtet von neuen Leads, Projektanfragen und Folgekontakten bei den Ausstellenden. Die Startup-Area war mit 18 kuratierten Plätzen bereits vor Veranstaltungsbeginn ausgebucht. Junge Unternehmen präsentierten dort Technologien und Geschäftsmodelle vor Vertretern aus Industrie und Forschung.
Die Ilmac positioniert Lausanne dabei als Plattform für die Westschweizer Chemie- und Life-Sciences-Branche. Ergänzend findet die größere Ilmac in Basel statt. Die nächste Veranstaltung in Basel ist für den 21. bis 23. September 2027 angekündigt, die nächste Ilmac Lausanne für den 20. bis 21. September 2028.
Die Ilmac Lausanne 2026 zeigt, wie stark Automatisierung, Prozessdaten und digitale Modelle die technische Diskussion in Chemie und Life Sciences bestimmen. Für die Armaturenbranche ist vor allem die zunehmende Vernetzung von Anlagenkomponenten mit Mess-, Steuerungs- und Automatisierungstechnik relevant. Der Schlussbericht liefert dazu einen Branchenüberblick, enthält jedoch keine detaillierten Angaben zu einzelnen Industriearmaturen oder deren technischen Eigenschaften.








