Branche
FS Logoi

Von Forschung bis Zukunftsfragen: Die Ilmac 2025 im Rückblick

Die Ilmac Basel 2025 ging nach drei Tagen mit 12.800 Teilnehmenden und 400 Ausstellenden zu Ende. Die Fachmesse hat damit erneut gezeigt, dass sie für die Chemie- und Life-Sciences-Branche in der Schweiz eine zentrale Austauschplattform darstellt.

von | 30.09.25

Mehr als 12.000 Besucher kamen an den drei Messetagen zur Ilmac nach Basel.
Quelle: MCH Exhibitions & Events GmbH
Von Forschung bis Zukunftsfragen: Die Ilmac Basel 2025 im Rückblick

Neben der Präsentation neuer Produkte und Dienstleistungen lag ein Schwerpunkt auf Themen wie Innovation, Wissenstransfer und Zusammenarbeit zwischen Industrie, Wissenschaft und Start-ups. Deutlich wurde dabei, dass die Messe nicht nur als Ausstellungsfläche dient, sondern auch als Forum für Diskussionen über die zukünftige Entwicklung der Branche wahrgenommen wird.

Das Programm umfasste eine Vielzahl von Veranstaltungen, die die Besuchenden intensiv nutzten. Besonders gefragt waren die Startup-Area, die neue Future of Life Sciences-Area sowie der Talks Corner. Auch die Initiative Women in Life Sciences und die etablierten Pharma Logistics Days stießen auf große Resonanz. Darüber hinaus boten Formate wie Speakers Corner, Coffee Talks und das Angebot Job Connect zusätzliche Möglichkeiten.

Digitalisierung und KI im Fokus

Insgesamt fanden mehr als 150 Vorträge und Pitches statt, die ein breites thematisches Spektrum abdeckten. Dabei ging es von aktuellen Forschungsergebnissen über technologische Trends bis hin zu Fragen der praktischen Anwendung in der Industrie.

Die erstmals eingerichtete Future of Life Sciences-Area griff Themen auf, die für die Branche zunehmend von Bedeutung sind. Dazu gehörten Digitalisierung in der Forschung, KI-gestützte Diagnostik, innovative Therapieformen und nachhaltige Produktionsprozesse. Durch die Bandbreite der Vorträge und Diskussionen wurde deutlich, dass die Fachmesse auch als Seismograph für kommende Entwicklungen fungieren kann. Das große Interesse deutet darauf hin, dass dieser Themenbereich auch in den kommenden Jahren weiter ausgebaut wird.

Neues Format „Women in Life Sciences“

Ein weiterer Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf Fragen der Diversität und Chancengleichheit. Mit dem erstmals organisierten Format „Women in Life Sciences“ wurde ein Raum geschaffen, in dem die Rolle von Frauen in der Branche thematisiert und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt wurden. Neben Vorträgen von Expertinnen bot das Programm Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch, die die Teilnehmerinnen aktiv nutzten. Der Ansatz, Gleichstellung und Vielfalt stärker in den Mittelpunkt zu rücken, fand breite Zustimmung und machte deutlich, dass diese Aspekte in Zukunft noch stärker in die Diskussionen der Branche integriert werden müssen.

„Women in Life Sciences an der Ilmac war mehr als ein Networking-Event – sie setzte ein wichtiges Zeichen für die Zukunft der Branche, um den Gender Health Gap entgegenzuwirken und Frauen für Führungspositionen zu stärken. Gerade in Zeiten, in denen Diversität und Chancengleichheit Treiber von Innovation sind, zeigte der Anlass, wie viel Kraft entsteht, wenn Frauen ihre Erfahrungen teilen, Netzwerke knüpfen und gemeinsam neue Impulse setzen“, so Karin Sartorius-Brüschweiler von Aleris Partners GmbH.

Ilmac feiert ihr 66-jähriges Bestehen

Neben den inhaltlichen Schwerpunkten gab es auch einen gesellschaftlichen Rahmen: Mit einer Jubiläumsfeier wurde das 66-jährige Bestehen der Messe begangen. In ungezwungener Atmosphäre kamen Fachleute und Entscheidungsträgerinnen und -träger zusammen, um auf die Geschichte der Veranstaltung zurückzublicken und zugleich aktuelle Themen zu besprechen. Das Jubiläum bot die Möglichkeit, die Entwicklung der Ilmac von einer reinen Fachausstellung hin zu einer Plattform für Austausch und Vernetzung nachzuzeichnen. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, um bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Kooperationen anzustoßen.

„In einer Zeit des ständigen Wandels hat die Ilmac 2025 eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig echter persönlicher Austausch für Orientierung und Innovation in der Life-Science- und Chemiebranche ist. Für 2026 in Lausanne wollen wir diesen Spirit weitertragen und die Messe noch stärker als interaktiven Raum für Zukunftsideen gestalten – im Herzen der Romandie“, so Céline Futterknecht, Exhibition Director Ilmac.

Die nächste Ilmac findet am 23. und 24. September 2026 in Lausanne statt. Vom 21. – 24. September 2027 kehrt die Ilmac nach Basel zurück und setzt den kontinuierlichen Austausch innerhalb der Chemie- und Life Sciences-Branche fort.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Die wichtigsten Branchen-News, regelmäßig in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Neue PFAS-freie Dichtung soll PTFE in vielen Anwendungen ersetzen
Neue PFAS-freie Dichtung soll PTFE in vielen Anwendungen ersetzen

Ein deutscher Dichtungshersteller hat eine neue Faserstoffdichtung vorgestellt, die als Alternative zu herkömmlichen PTFE-Dichtungen in einem Großteil industrieller Anwendungen dienen kann. Nach Angaben des Unternehmens ist das Material für bis zu 80 Prozent der bisherigen Einsatzbereiche geeignet und kommt dabei ohne per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) aus.

mehr lesen
Fachbeitrag des Monats: Vorteile der Anbohrtechnik
Fachbeitrag des Monats: Vorteile der Anbohrtechnik

Einmal im Monat veröffentlicht das Fachportal „IAD – Industriearmaturen & Dichtungstechnik“ einen exklusiven Fachartikel aus dem aktuellen Heft. Diesen Monat geht es um die „Anbohrtechnik“, einem Verfahren, das entwickelt wurde, um neue Verbraucher an bestehende Rohrleitungssysteme, wie z. B. Wärme-, Kälte- und Industrieanlagen, im laufenden Betrieb anzuschließen.

mehr lesen

Sie möchten unser Fachmagazin „Industriearmaturen & Dichtungstechnik“ unverbindlich testen?

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen „Industriearmaturen & Dichtungstechnik“ kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Cover 01-2026_klein