Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung kohlenstoffarmer Wasserstoffproduktion, -speicherung und Infrastrukturentwicklung. Auch das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) ist zusammen mit 16 Ausstellenden an einem Gemeinschaftsstand vertreten.
Auf dem Wasserstoff-Führungsgipfel diskutieren ab heute Vertreter:innen aus Politik, Industrie und Finanzwesen über Strategien, Projekte und Partnerschaften, die die Wasserstoffwende beschleunigen sollen. Mehr als 300 Expert:innen präsentieren neueste Erkenntnisse und Entwicklungen. Dabei geht es von sauberer Wasserstoffproduktion und fortschrittlichen Speicherlösungen über Infrastrukturausbau bis hin zur Entwicklung und Herstellung von Brennstoffzellen der nächsten Generation. Rund 1.000 Aussteller:innen zeigen innovative Materialien, Technik und Testwerkzeuge.
Sechs Konferenz-Tracks beleuchten die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette
Sechs branchenorientierte Konferenz-Tracks führen während der drei Messetage durch die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Themen sind unter anderem kohlenstoffarme Wasserstoffwege, Wasserstoffsysteme, Infrastrukturentwicklung, neueste Entwicklungen in der Brennstoffzellentechnologie, das Potenzial wasserstoffbasierter Kraftstoffe wie E-Fuels, SAF (Sustainable Aviation Fuel) und Ammoniak sowie CCS (Carbon Capture and Storage)-Richtlinien und Abscheidungstechnologien. Darüber hinaus bieten Networking-Sessions, Gespräche mit Sponsor:innen und Aussteller:innen sowie Kontakte zu Unternehmen und Innovatoren zahlreiche Möglichkeiten, die globale Wasserstoffzukunft mitzugestalten.
„In Hamburg halten wir das Thema Wasserstoff als extrem relevant bei der Frage: Wie kann es gelingen, als Industrie- und Hafenstadt klimaneutral werden?“, erklärte Melanie Leonhard, Hamburgs Senatorin für Wirtschaft und Innovation, auf der Landespressekonferenz am 14. Oktober 2025 im Vorfeld der Leitmesse. Erst kürzlich wurde per Volksentscheid beschlossen, dass die Hansestadt schon bis 2040 klimaneutral werden will.
EEHH-Geschäftsführer Jan Rispens verwies dabei auf zwei zentrale Projekte in der Metropolregion Hamburg, mit denen die Wasserstoffwirtschaft hochgefahren und Industrie sowie Hafen dekarbonisiert werden sollen. So wird das stillgelegte Kohlekraftwerk Moorburg zum „Hamburg Green Hydrogen Hub“ (HGHH) umgerüstet. Mit dem entstehenden Elektrolyseur soll 2027 die kommerzielle Wasserstoffproduktion starten.
„Die Wasserstoffwirtschaft ist kein Sprint, es ist ein Marathon“
Gleichzeitig soll das Wasserstoff-Industrie-Netz HH-WIN in Betrieb gehen. Beide Projekte sollen lokale Industriebetriebe im Hafengebiet mit Wasserstoff versorgen. Zudem soll die Hamburger Wasserstoffwirtschaft über eine Anbindungsleitung des HH-WIN-Netzes an das europäische Fernleitungssystem angebunden werden – um grüne Energie aus anderen Regionen zu beziehen sowie Schiffsimporte und lokal produzierten Wasserstoff einzuspeisen.
„Die Wasserstoffwirtschaft ist kein Sprint, es ist ein Marathon. Wir sprechen von einer Transformation in zwei Jahrzehnten“, betonte Rispens. Eine Studie des Fraunhofer CML über die Rolle Hamburgs bei der deutschlandweiten Versorgung mit grünem Wasserstoff und seinen Derivaten kam zu dem Schluss: Hamburg könne eine zentrale Rolle als Wasserstoff-Drehkreuz Deutschlands einnehmen – und durch die Produktion und den seeseitigen Import 10 bis 18 Prozent der gesamtdeutschen Nachfrage bis zur angestrebten Treibhausgasneutralität in 2045 bereitstellen.







