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5,5 Milliarden US-Dollar: ABB plant Übernahme von Rotork

Mit dem Kauf des britischen Stellantriebsspezialisten Rotork will ABB sein Angebot in der Automatisierungstechnik ausbauen. Der Abschluss der Transaktion ist für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen. ABB hat mit Rotork eine Vereinbarung über ein empfohlenes Barangebot zur Übernahme sämtlicher ausgegebener und künftig auszugebender Aktien des Unternehmens getroffen.

von | 16.07.26

ABB plant die Übernahme des Stellantriebsspezialisten Rotork. (Symbolbild)
Quelle: ralphs_Fotos I Pixabay
Dichtungsmarkt

Rotork ist ein weltweit tätiger Anbieter intelligenter Lösungen für die Durchflussregelung und ein führender unabhängiger Hersteller elektrischer Stellantriebe. Die Transaktion bewertet das Unternehmen mit rund 5,5 Milliarden US-Dollar.

Mit der Übernahme verfolgt ABB das Ziel, seine Aktivitäten in den Bereichen Elektrifizierung und Automatisierung weiter auszubauen. Das Portfolio der Division Automation soll insbesondere für große Infrastruktur- und Industrieprojekte ergänzt werden.

Rotork: Zugang zu größeren internationalen Projekten

Rotork bringt Kompetenzen in der Durchflussregelung, Messtechnik sowie bei intelligenten Feldgeräten ein.

Damit erweitert ABB sein Automatisierungsportfolio auf der Feldgeräteebene und ergänzt seine Lösungen entlang des Regelkreises „Messen – Steuern – Regeln“ um intelligente Feldgeräte und Software.

Zugleich stärkt der Konzern sein Angebot an elektrischen Stellantrieben, die in Prozessindustrien wie der Öl- und Gasindustrie, der Chemie sowie der Wasser- und Energiewirtschaft eingesetzt werden.

Rotork soll im Gegenzug von ABBs internationaler Präsenz, der Serviceorganisation sowie den digitalen Plattformen und Technologien des Unternehmens profitieren.

Beide Unternehmen erwarten dadurch Impulse für das Wachstum, das Servicegeschäft sowie die Weiterentwicklung intelligenter Diagnose- und Asset-Management-Lösungen. Darüber hinaus soll Rotork Zugang zu größeren internationalen Projekten und weiteren Märkten erhalten.

Abschluss wird in der ersten Jahreshälfte 2027 erwartet

Nach dem Vollzug der Übernahme soll Rotork als eigenständige Division innerhalb des ABB-Geschäftsbereichs Automation bestehen bleiben. Dies entspreche dem dezentralen Geschäftsmodell von ABB.

ABB beschäftigt im Vereinigten Königreich mehr als 1.700 Mitarbeitende und beabsichtigt, die britischen Standorte von Rotork als Produktions- und Technologiestandorte zu erhalten.

Nach Angaben des Unternehmens bestehen derzeit keine Pläne für wesentliche Änderungen der Präsenz in Großbritannien.

Die Finanzierung der Übernahme soll über vorhandene liquide Mittel und zugesagte Bankkredite erfolgen.

Darüber hinaus rechnet ABB mit Nettoerlösen von voraussichtlich 4,8 Milliarden US-Dollar aus dem geplanten Verkauf der Robotiksparte an SoftBank.

Der Abschluss der Transaktion wird in der ersten Jahreshälfte 2027 erwartet. Voraussetzung sind die Zustimmung der Rotork-Aktionäre sowie die erforderlichen kartell- und aufsichtsrechtlichen Genehmigungen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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