„Man sollte dieses Monatsminus nicht überbewerten. Nach einem halben Jahr mit fast durchgehend zweistelligen Wachstumsraten gönnt sich der Maschinenbau offenbar eine kleine Verschnaufpause“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.
„Auch andere Kennziffern zeigen, dass der Maschinenbau bisher mit ordentlichem Schwung durch das Jahr steuert. Die Produktion ist nach vier Monaten (Januar bis April) um real 4,2 Prozent zum Vorjahr gewachsen, die Exporte haben im gleichen Zeitraum um 3,4 Prozent zugelegt. „Die Konjunktur läuft im Maschinenbau“, betont Wiechers. Die Kapazitätsauslastung der Betriebe stieg im April sogar leicht über die Marke von 90 Prozent.
„Es gibt spürbare Engpässe bei Zulieferungen und vor allem bei verfügbaren Arbeitskräften. Die Unternehmen könnten mehr produzieren, wenn sie genug Fachkräfte fänden“, sagt der VDMA-Chefvolkswirt. Im Drei-Monats-Vergleich (März – Mai) sind die Auftragseingänge um real 2 Prozent zum Vorjahr gewachsen. Einem Orderplus im Inland von 7 Prozent stand ein leichtes Minus der Auslandsbestellungen von 1 Prozent entgegen. Aus den Euro-Partnerländern kamen 5 Prozent weniger Aufträge, die Nicht-Euro-Länder erhöhten ihre Bestellungen dagegen um 1 Prozent.
Einatmen, ausatmen, aufatmen: Chemiepark Leuna gerettet
Für den Chemiestandort Leuna zeichnet sich eine Lösung ab: Eine neu gegründete Gesellschaft übernimmt die Anlagen in Sachsen-Anhalt. Allerdings wird nicht die gesamte Belegschaft weiterbeschäftigt.






