Deutschlands Bürokratie. Sie verlangt Formulare, Nachweise und Dokumentationen. Möchte Dinge gerne doppelt wissen und bittet gelegentlich um Angaben, die wir bereits dreimal gegeben haben.
Aktueller Beziehungsstatus? Es ist kompliziert.
Und wie das bei komplizierten Beziehungen so ist, wird viel geschimpft. Im Büro. In der Werkhalle. Auf Messen. Beim Feierabendbier. Vermutlich sogar, während gerade der nächste Nachweis ausgefüllt wird.
Was viele allerdings nicht wissen: Für unseren gesammelten Bürokratiefrust gibt es längst einen offiziellen Kummerkasten. Die Bundesregierung nennt ihn „EinfachMachen“. Das Portal ist seit Dezember 2025 online und sammelt Hinweise zu unnötig komplizierten Regeln und Verfahren.
Unbürokratischer Kummerkasten
Mitmachen dürfen Unternehmen, Selbstständige, Privatpersonen, Verbände, Vereine und sogar Beschäftigte der Verwaltung. Also alle, die schon einmal vor einem Formular saßen und dachten: „Das kann doch nicht euer Ernst sein.“
Noch nie von diesem Portal gehört? Genau deshalb sehen wir es in der IAD-Redaktion als unsere Pflicht, diesem Angebot etwas mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Wenn es dafür schon einen offiziellen Briefkasten gibt, sollten wir ihn wenigstens kennen, im besten Fall auch nutzen.
Das Einreichen eines Hinweises ist erfreulich unbürokratisch. Eine Registrierung ist nicht erforderlich. Die Meldungen werden zentral gebündelt, KI-gestützt analysiert und ausgewertet.
Im ersten Quartal 2026 gingen nach Angaben des Bundesministeriums bereits 18.077 Hinweise über das Portal ein. Ein deutliches Zeichen dafür, dass der Gesprächsbedarf groß ist.
Deshalb unser Servicehinweis an die Industriearmaturen- und Dichtungstechnik-Community: Beim nächsten absurden Formular, überflüssigen Nachweis oder unnötig komplizierten Verwaltungsprozess bitte nicht nur die Augen verdrehen.
Melden!
Denn für alle Langzeitbeziehungen gilt: Wer nie sagt, was ihn stört, darf sich nicht wundern, wenn sich nichts ändert. Hier der Link zum Bürokratie-Kummerkasten.







