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Deutscher Maschinenbau mit leichtem Auftragsplus im 1. Halbjahr

Bestellungen aus den Euro-Ländern sorgen im ersten Halbjahr unterm Strich für ein kleines Orderplus im Maschinenbau. Der Zollstreit mit den USA belastet die Aufträge dagegen auch im Juni.

von | 06.08.25

Im ersten Halbjahr 2025 legten die Auslandsbestellungen des deutschen Maschinenbaus um 2 Prozent zu.
Quelle: AdobeStock / lassedesignen
Deutscher Maschinenbau mit leichtem Auftragsplus im 1. Halbjahr

Die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau haben ein durchwachsenes erstes Halbjahr 2025 in ihren Auftragsbüchern stehen. Während die Bestellungen im Juni das Vorjahresniveau real um 5 Prozent verfehlten, resultierte für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres ein kleines Auftragsplus von 1 Prozent.

„Dieser Zuwachs kommt allein aus der steigenden Nachfrage aus den Euro-Ländern und dürfte ein positives Zeichen dafür sein, dass Europa tatsächlich dabei ist, den eigenen Standort zu stärken“, erläutert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt. Im Gegensatz dazu spiegelt das Auftragsminus von real 2 Prozent im zweiten Quartal die Verunsicherung wider, die vor allem durch den schwelenden Zolldisput der EU mit den USA ausgelöst wurde.

 

„Welche Auswirkungen der nun vorgesehene Zollsatz von 15 Prozent auf Importe in die USA auf den Maschinenbau haben wird, lässt sich noch nicht abschätzen. Immerhin gibt es jetzt teuer erkaufte Planungssicherheit für die Unternehmen – wenn der ‚Deal‘ denn Bestand hat“, sagt Dr. Gernandt.

Auftragsplus vor allem im Euro-Raum

Im Juni sanken die Bestellungen aus dem In- und Ausland gleichermaßen um real 5 Prozent zum Vorjahr. Dem Zuwachs von 16 Prozent aus den Euro-Ländern stand ein Rückgang der Bestellungen von 13 Prozent aus den Nicht-Euro-Ländern entgegen. Insgesamt verblieb ein Orderminus von 5 Prozent in den Büchern.

Im zweiten Quartal 2025 kamen aus dem Inland 2 Prozent weniger Aufträge, das Ausland verbuchte ein Minus von 1 Prozent (Euro-Länder: plus 19 Prozent, Nicht-Euro-Länder: minus 9 Prozent). Daraus resultierte von April bis Juni ein Auftragsminus von 2 Prozent zum Vorjahr.

Im ersten Halbjahr 2025 verbuchten die Unternehmen im Inlandsgeschäft ein Auftragsminus von 1 Prozent, während die Auslandsbestellungen um 2 Prozent zulegten. Aus dem Euro-Raum kamen 16 Prozent mehr Orders, die Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern sanken dagegen um 3 Prozent. Unterm Strich verblieb ein kleines Auftragsplus von 1 Prozent.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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