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Deutschlands größte Anlage für Bio-LNG nimmt Betrieb auf

Shell Deutschland hat im Energy and Chemicals Park Rheinland eine neue Anlage zur Produktion von Bio-LNG in Betrieb genommen. Die Anlage ist laut Unternehmensangaben die größte ihrer Art in Deutschland und kann jährlich rund 100.000 Tonnen des CO2-ärmeren Kraftstoffes herstellen. Damit lassen sich jährlich 4.000-5.000 LNG-LKW betanken und bis zu eine Million Tonnen CO2 vermeiden. […]

von | 18.06.24

Die Eröffnungszeremonie wurde von prominenten Gästen aus Politik, Gesellschaft und Verwaltung von Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen begleitet.
Quelle: Shell
Deutschlands größte Anlage für Bio-LNG nimmt Betrieb auf

Shell Deutschland hat im Energy and Chemicals Park Rheinland eine neue Anlage zur Produktion von Bio-LNG in Betrieb genommen. Die Anlage ist laut Unternehmensangaben die größte ihrer Art in Deutschland und kann jährlich rund 100.000 Tonnen des CO2-ärmeren Kraftstoffes herstellen.

Damit lassen sich jährlich 4.000-5.000 LNG-LKW betanken und bis zu eine Million Tonnen CO2 vermeiden. Der Verkehrssektor spielt eine bedeutende Rolle bei Shells Unternehmensstrategie mehr Wert mit weniger Emissionen zu schaffen. Mit der Inbetriebnahme der Bio-LNG-Anlage im Kölner Süden macht Shell einen wichtigen Schritt seiner Dekarbonisierungs-Ambitionen beim Schwerlastverkehr Realität.

Klimaneutralität bis 2050

Bis 2050 will sich Shell zu einem Netto-Null-CO2-Unternehmen entwickeln. Der Fokus dieser Transformation liegt auf Aktivitäten, die Treibhausgasemissionen verringern oder vermeiden.

So investiert Shell in CO2-arme und -freie Produkte sowie Angebote wie etwa Grünen Wasserstoff, Wind- und Solarstrom, den Aufbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und Biokraftstoffe.

Felix Faber, Geschäftsführer von Shell Deutschland, sagte: „Wir wollen die gesamte Wertschöpfungskette für Bio-LNG bedienen. Dafür hat Shell bereits ein europaweites Netz mit 90 Tankstellen zur Betankung von LNG-LKW aufgebaut, darunter 36 Stationen in Deutschland.

 

2022 haben wir Europas größten Produzenten von Biomethan aus Dänemark, NatureEnergy, gekauft und arbeiten aktuell am Bau weiterer Anlagen in Deutschland. Mit dem Verflüssiger im Rheinland treiben wir nicht nur die Transformation des Standortes voran, sondern fügen der Wertschöpfungskette einen weiteren wichtigen Baustein hinzu.“

Biomethan ist ein nachhaltiges Gas, das man aus landwirtschaftlichen Abfällen (Mist, Gülle oder organischen Reststoffen) gewinnt. In der neuen Anlage wird das Gas verflüssigt und an die Shell LNG-Stationen geliefert, an denen Kunden tanken.

Weitere Informationen zur neuen Bio-LNG-Anlage

  • Die in Köln in Betrieb genommene Gasverflüssigungsanlage enthält neben einer Verflüssigungseinheit ein Gasaufbereitungssystem, Lagertanks, Lkw-Beladung sowie die erforderlichen Sicherheitsfackeln.
  • Shell Deutschland betreibt über 30 LNG-Tankstellen entlang der Hauptverkehrsrouten für den Straßengüterverkehr.
  • Das von Shell bisher an den Tankstellen vertriebene LNG aus fossilem Erdgas bietet einen CO2-Emissionsvorteil von bis zu 22 Prozent gegenüber Diesel.
  • Biomethan kann aus einer Vielzahl unterschiedlicher organischer Reststoffe wie landwirtschaftlichen Rückständen, Siedlungsabfällen und Gülle hergestellt werden. Die CO2-Intensität von Biomethan variiert je nach Ausgangsmaterial stark. Gemäß der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der Europäischen Union II beträgt sie zwischen -88 gCO2/MJ und +50 gCO2/MJ. Fossiles LNG – oft als graues LNG bezeichnet – hat eine CO2-Intensität von 74g CO2/MJ. (Zum Vergleich: Diesel hat eine CO2-Intensität von 95g CO2/MJ.)
  • Durch die Mischung von Biomethan und fossilem Methan unterschiedlicher CO2-Intensitäten ist Shell in der Lage, Bio-LNG-Kraftstoff mit einer durchschnittlichen CO2-Intensität von 0 gCO2/MJ oder weniger für seine Kunden im Schwerlasttransportsektor anzubieten. Eine Einsparung von bis zu 1 Millionen Tonnen CO2 ist z.B. erreichbar, sofern das verwendete Biomethan vornehmlich aus Gülle besteht.
Das Thema LNG ist ein Schwerpunkt in der Ausgabe 02 / 2024 unseres IAD-Magazins.

Hier gibt es weitere Informationen

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