Emerson reduziert Emissionen deutlich und forciert Kreislaufwirtschaft

Emerson hat im Nachhaltigkeitsbericht 2024 deutliche Fortschritte bei Emissionssenkung, Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung präsentiert. Bis 2030 sollen die eigenen Emissionen um 90 % sinken, bis 2045 die gesamte Wertschöpfungskette klimaneutral sein. Neue Technologien, Recyclinginitiativen und ein Governance-Framework unterstützen diese Ziele.

von | 04.09.25

Bis 2045 soll die gesamte Wertschöpfungskette von Emerson klimaneutral sein.
Quelle: Emerson
Emerson reduziert Emissionen deutlich und forciert Kreislaufwirtschaft

Der Technologie- und Automatisierungskonzern Emerson hat seinen Nachhaltigkeitsbericht 2024 vorgestellt. Darin beschreibt das Unternehmen Maßnahmen und Ergebnisse in den Bereichen Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Wasser- und Biodiversitätsmanagement sowie verantwortungsvolle Unternehmensführung.

Emerson verfolgt das Ziel, Nachhaltigkeitsaspekte systematisch in seine Geschäftsaktivitäten und technologische Entwicklung einzubinden. Dabei arbeitet das Unternehmen mit Partnern aus unterschiedlichen Branchen zusammen, um den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu unterstützen.

Fortschritte bei Emissionsminderung

Emerson strebt bis 2030 eine 90-prozentige Verringerung seiner direkten und energiebedingten Emissionen (Scope 1 und 2) an. Bis 2045 soll die gesamte Wertschöpfungskette klimaneutral sein. Nach Unternehmensangaben lagen die Scope-1- und Scope-2-Emissionen 2024 um 48 Prozent unter dem Wert von 2021. Gründe dafür waren unter anderem eine Verringerung der Energieintensität um 30 Prozent sowie ein Anteil von 57 Prozent erneuerbarer Energien am Stromverbrauch.

Die indirekten Emissionen entlang der Liefer- und Nutzungskette (Scope 3), die den größten Teil des Gesamtfußabdrucks ausmachen, sanken im gleichen Zeitraum um 13 Prozent. Investitionsentscheidungen werden durch einen internen CO₂-Preis von 90 US-Dollar pro Tonne gesteuert.

„Wir arbeiten daran, die Umweltwirkung unserer eigenen Geschäftstätigkeit zu reduzieren und gleichzeitig unseren Kunden bei deren Nachhaltigkeitszielen zu helfen“, erklärte CEO Lal Karsanbhai.

Technologieeinsatz, Kreislaufwirtschaft und Ressourcennutzung

Im Rahmen der Strategie „Greening By Emerson“ entwickelt das Unternehmen Technologien, die unter anderem in Energieinfrastruktur, Produktionsanlagen und Transportsektoren eingesetzt werden. Beispiele sind Projekte in Neuseeland, den Niederlanden sowie Kooperationen in Kanada, Südkorea und den USA, bei denen erneuerbare Energien, Wasserstoff oder CO₂-Abscheidung im Mittelpunkt stehen.

Im Bereich Kreislaufwirtschaft verfolgt Emerson das Ziel, bis 2032 keine Abfälle mehr auf Deponien zu entsorgen. 2024 wurden 58 Prozent des Abfalls verwertet oder recycelt. Dazu zählen Initiativen wie veränderte Verpackungslösungen in China und den USA oder die Entwicklung von Metallpulvern mit reduziertem CO₂-Fußabdruck in Zusammenarbeit mit der University of North Texas.

Auch Wasser- und Biodiversitätsfragen sind Bestandteil der Umweltziele. Der Wasserverbrauch sank 2024 auf 1.321 Megaliter. Zudem wurde erstmals eine globale Untersuchung zur Nähe von Standorten zu ökologisch sensiblen Gebieten durchgeführt. Zwei Prozent der weltweiten Einrichtungen liegen demnach innerhalb eines Radius von fünf Kilometern zu ausgewiesenen Schutzgebieten.

Zur Vorbereitung auf kommende Berichtspflichten hat Emerson 2024 ein neues Governance-Framework für Nachhaltigkeitsberichterstattung eingeführt. Chief Sustainability Officer Michael H. Train erklärte dazu, das Unternehmen wolle seine Fortschritte künftig noch systematischer erfassen und offenlegen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Die wichtigsten Branchen-News, regelmäßig in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Wasserknappheit macht Dichtungstechnik wichtiger
Wasserknappheit macht Dichtungstechnik wichtiger

UPM Nordland Papier weitet den Einsatz der wassersparenden Technologie von John Crane in seiner Papierfabrik im niedersächsischen Dörpen aus. Erste Installationen sollen den Verbrauch an Dichtungswasser auf nahezu null gesenkt, ohne den zuverlässigen Pumpenbetrieb zu beeinträchtigen.

mehr lesen
Ab ins Wasser: Ventile setzen auf Hydract
Ab ins Wasser: Ventile setzen auf Hydract

GEA integriert seine wasserhydraulische Hydract-Antriebstechnologie in das Varivent-Ventilportfolio. Die Lösung ersetzt die klassische pneumatische Betätigung durch ein geschlossenes hydraulisches System, das mit Wasser oder einem Wasser-Glykol-Gemisch arbeitet.

mehr lesen
Industriearmaturen: Cerberus will Goodwin-Geschäft kaufen
Industriearmaturen: Cerberus will Goodwin-Geschäft kaufen

Cerberus Capital Management will wesentliche Teile der Maschinenbausparte von Goodwin plc für bis zu rund 1,1 Milliarden Pfund übernehmen. Zur Transaktion gehören mit Goodwin International und der Noreva GmbH auch Anbieter von Industriearmaturen und Rückschlagventilen.

mehr lesen

Sie möchten unser Fachmagazin „Industriearmaturen & Dichtungstechnik“ unverbindlich testen?

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen „Industriearmaturen & Dichtungstechnik“ kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Cover 01-2026_klein