Der Technologie- und Automatisierungskonzern Emerson hat seinen Nachhaltigkeitsbericht 2024 vorgestellt. Darin beschreibt das Unternehmen Maßnahmen und Ergebnisse in den Bereichen Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Wasser- und Biodiversitätsmanagement sowie verantwortungsvolle Unternehmensführung.
Emerson verfolgt das Ziel, Nachhaltigkeitsaspekte systematisch in seine Geschäftsaktivitäten und technologische Entwicklung einzubinden. Dabei arbeitet das Unternehmen mit Partnern aus unterschiedlichen Branchen zusammen, um den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu unterstützen.
Fortschritte bei Emissionsminderung
Emerson strebt bis 2030 eine 90-prozentige Verringerung seiner direkten und energiebedingten Emissionen (Scope 1 und 2) an. Bis 2045 soll die gesamte Wertschöpfungskette klimaneutral sein. Nach Unternehmensangaben lagen die Scope-1- und Scope-2-Emissionen 2024 um 48 Prozent unter dem Wert von 2021. Gründe dafür waren unter anderem eine Verringerung der Energieintensität um 30 Prozent sowie ein Anteil von 57 Prozent erneuerbarer Energien am Stromverbrauch.
Die indirekten Emissionen entlang der Liefer- und Nutzungskette (Scope 3), die den größten Teil des Gesamtfußabdrucks ausmachen, sanken im gleichen Zeitraum um 13 Prozent. Investitionsentscheidungen werden durch einen internen CO₂-Preis von 90 US-Dollar pro Tonne gesteuert.
„Wir arbeiten daran, die Umweltwirkung unserer eigenen Geschäftstätigkeit zu reduzieren und gleichzeitig unseren Kunden bei deren Nachhaltigkeitszielen zu helfen“, erklärte CEO Lal Karsanbhai.
Technologieeinsatz, Kreislaufwirtschaft und Ressourcennutzung
Im Rahmen der Strategie „Greening By Emerson“ entwickelt das Unternehmen Technologien, die unter anderem in Energieinfrastruktur, Produktionsanlagen und Transportsektoren eingesetzt werden. Beispiele sind Projekte in Neuseeland, den Niederlanden sowie Kooperationen in Kanada, Südkorea und den USA, bei denen erneuerbare Energien, Wasserstoff oder CO₂-Abscheidung im Mittelpunkt stehen.
Im Bereich Kreislaufwirtschaft verfolgt Emerson das Ziel, bis 2032 keine Abfälle mehr auf Deponien zu entsorgen. 2024 wurden 58 Prozent des Abfalls verwertet oder recycelt. Dazu zählen Initiativen wie veränderte Verpackungslösungen in China und den USA oder die Entwicklung von Metallpulvern mit reduziertem CO₂-Fußabdruck in Zusammenarbeit mit der University of North Texas.
Auch Wasser- und Biodiversitätsfragen sind Bestandteil der Umweltziele. Der Wasserverbrauch sank 2024 auf 1.321 Megaliter. Zudem wurde erstmals eine globale Untersuchung zur Nähe von Standorten zu ökologisch sensiblen Gebieten durchgeführt. Zwei Prozent der weltweiten Einrichtungen liegen demnach innerhalb eines Radius von fünf Kilometern zu ausgewiesenen Schutzgebieten.
Zur Vorbereitung auf kommende Berichtspflichten hat Emerson 2024 ein neues Governance-Framework für Nachhaltigkeitsberichterstattung eingeführt. Chief Sustainability Officer Michael H. Train erklärte dazu, das Unternehmen wolle seine Fortschritte künftig noch systematischer erfassen und offenlegen.







