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Exportgeschäft verhilft Armaturenbranche zu Plus

Das erste Halbjahr 2024 verlässt die Armaturenindustrie mit einem Umsatzplus von 5 %. Den rückläufigen Geschäften im Inland zum Trotz rechnen die Hersteller auch für das Gesamtjahr mit einem Wachstum in ähnlicher Größenordnung. Der Ausblick bleibt nichtsdestotrotz verhalten.  

von | 22.08.24

Exportgeschäft verhilft Armaturenbranche zu Plus
Quelle: VDMA
Exportgeschäft verhilft Armaturenbranche zu Plus

Das erste Halbjahr 2024 verlässt die Armaturenindustrie mit einem Umsatzplus von 5 %. Den rückläufigen Geschäften im Inland zum Trotz rechnen die Hersteller auch für das Gesamtjahr mit einem Wachstum in ähnlicher Größenordnung. Der Ausblick bleibt nichtsdestotrotz verhalten.

Die Industriearmaturenbranche blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2024 zurück und übertrifft damit die Erwartungen. Trotz eines Umsatzrückgangs im Inland konnte infolge eines stark expandierenden Auslandsgeschäfts ein Gesamtwachstum von nominal 5 % erzielt werden. Während das Inlandsgeschäft um 5 % nachgab, verzeichnete der Auslandsabsatz ein beeindruckendes Plus von 13 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch: Preisbereinigt entspricht das Umsatzplus von insgesamt 5 % einem Rückgang von 1 %.

„Das robuste Wachstum im Auslandsgeschäft hat die Schwäche auf dem heimischen Markt im ersten Halbjahr mehr als ausgeglichen“, erläutert Dr. Laura Dorfer, Geschäftsführerin VDMA Armaturen, die aktuelle Lage. „Besonders in den Märkten Asiens und Nordamerikas konnten unsere Mitglieder ihre Position weiter stärken oder zumindest erfolgreich behaupten. Auch die positive Performance der Firmen auf den Leitmessen IFAT und ACHEMA im Frühjahr hat mit dazu beigetragen, dass das umfangreiche Angebotsportfolio unserer Mitglieder auf ein positives Echo im Ausland gestoßen ist.“

Erschwerende Faktoren an vielen Stellen

Hierzulande läuft dagegen die Konjunktur immer noch nicht rund. Wichtige Abnehmerindustrien wie die Chemiebranche sind noch nicht wieder auf einen Wachstumspfad eingeschwenkt. Die VDMA-Mitgliedsfirmen haben außerdem mit widrigen Standortfaktoren zu kämpfen und spüren den zunehmenden Fachkräftemangel.

„Auf den Weltmärkten spielen derzeit unterschiedliche Risikofaktoren eine Rolle, die auch den Ausblick etwas trüben. Wir rechnen vor diesem Hintergrund mit einem herausfordernden zweiten Halbjahr. Für das Gesamtjahr 2024 kalkulieren wir aktuell mit einem Umsatzplus von 4 %“, prognostiziert die Fachverbands-Geschäftsführerin. „Umso wichtiger ist es daher, dass wir uns als Fachverband dafür einsetzen, unsere Firmen bei der erfolgreichen Markterschließung und -bearbeitung zu unterstützen. Als ideeller Träger der VALVE WORD EXPO in Düsseldorf wollen wir daher auch in diesen herausfordernden Zeiten für positive Impulse des Auslandsgeschäfts unserer Firmen sorgen.“

Absperrarmaturen haben die Nase vorn

Das größte Umsatzwachstum erzielten im ersten Halbjahr Absperrarmaturen mit 7 %. Sicherheits- und Überwachungsarmaturen steigerten ihren Umsatz um 5 % und Regelarmaturen verzeichneten ein Umsatzplus von 2 %. Während im Vorjahr das Inlandsgeschäft besser verlief als das Auslandsgeschäft, punktete nun in allen Sparten das Ausland. Der Ausblick ist bei Sicherheits- und Überwachungsarmaturen etwas besser als bei Absperr- und Regelarmaturen. Insgesamt liegen die Auftragseingänge aber nach Zahlen des VDMA real 5% unter dem Vorjahresergebnis.

China ist wichtigster Exportmarkt

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2024 Industriearmaturen im Wert von rund 2,6 Milliarden Euro ins Ausland exportiert. Das entspricht einem nominalen Anstieg von 0,6 % im Vergleich zum guten Vorjahreszeitraum.

Die Ausfuhren in das wichtigste Abnehmerland China sind nach zwei schwächeren Jahren in den vergangenen Monaten wieder deutlich gestiegen. Nach einem Rückgang um 1,5 % im vergangenen Jahr kletterten sie im ersten Halbjahr um 13,9 % auf 337,0 Millionen Euro. Das Exportgeschäft mit dem zweitwichtigsten Handelspartner USA blieb in etwa auf dem hohen Vorjahresniveau von 273,8 Millionen Euro. Die Exporte nach Frankreich sanken zeitgleich um 9,3 %. Das Land behauptete weiterhin Platz drei der wichtigsten Absatzmärkte mit einem Abnahmevolumen von 156,3 Millionen Euro.

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