„Diese Zahl belegt eindrucksvoll, wie gut das System in der Industrie angenommen wird“, sagt VTH-Geschäftsführerin Nadine Lorenz. „Mit der SAT-Prüfplakette haben wir ein einheitliches und zugleich sichtbares Zeichen für geprüfte Sicherheit geschaffen – inzwischen über eine Million Mal.“
Die Prüfplaketten der VTH-Fachgruppe „Schlauch-, Armaturen- und Fluidtechnik“ (SAT) sind im Designregister des Deutschen Patent- und Markenamtes eingetragen und dienen als farblich codiertes Kontrollinstrument.
Sie zeigen auf einen Blick, wann eine Schlauchleitung gemäß Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) erneut geprüft werden muss. Die Plakette ist vergleichbar mit der HU-Plakette am Auto.
Nur „Zertifizierte Fachbetriebe für Schlauch- und Armaturentechnik“, also Mitgliedsfirmen der Fachgruppe, die ihre Prüfbescheinigungen und Abnahmeprüfzeugnisse beim VTH registriert haben, dürfen die SAT-Prüfplakette vergeben.
Fachgruppe vertraut auch künftig ihrem Vorstand
Auch personell setzen die 70 Mitglieder der Fachgruppe „Schlauch-, Armaturen- und Fluidtechnik“ auf Kontinuität. In ihrer Mitgliederversammlung am 5. November 2025 in Lüdenscheid bestätigten sie den bisherigen Vorstand für weitere zwei Jahre.
Hartmut Schmitz, Hydraulik Schmitz (Siegen), wurde erneut zum Vorsitzenden wiedergewählt. Gleiches gilt für die stellvertretenden Vorsitzenden Rolf Effenberger (Rala, Ludwigshafen), Jörg Jansen (ProTec, Würselen), Dr. Thomas Gottschalk (Haberkorn Deutschland, Recklinghausen) und Patrick Pitsch (Castan, Freiberg am Neckar).
Ausbau des Schulungsprogramms
Unter Leitung des Arbeitskreises „Aus- und Weiterbildung“ wird das Schulungsangebot konsequent erweitert.
Neben den Lehrgängen zum „Geprüften Fachberater für Schlauch- und Armaturentechnik“ und zur „Prüfung befähigten Person nach § 2 Abs. 6 BetrSichV“ bietet der VTH auch Auffrischungs- und Aufbaukurse an. Außerdem im Angebot: Das Online-Grundlagenseminar „Hydraulik-Schlauchleitungen“. Weitere Fortbildungen sind in Planung.
Initiative für Rundgewinde und Clamp-Verbindungen
Der Technische Handel ist weiterhin intensiv in der Normungsarbeit aktiv.
Gleich vier Mitglieder der Fachgruppe wirken im DIN-Normenausschuss Tankanlagen (NATank) mit. Neben Rolf Effenberger und Dr. Thomas Gottschalk engagieren sich Sören Rathje (FlexoTech, Elmenhorst) und Kai-David Krausch (Brinkoflex, Marl).
Ziel ist die Entwicklung einer neuen Norm für Rundgewinde und Clamp-Verbindungen. Diese sind in der bestehenden EN-14420-Normenreihe bislang nicht berücksichtigt.
Da diese Verbindungstypen in vielen industriellen Anwendungen weit verbreitet sind, soll die geplante Norm künftig mehr Klarheit, Kompatibilität und Sicherheit bei deren Einsatz schaffen.
Auf ihrer Versammlung würdigten die Vertreterinnen und Vertreter von 33 Handelshäusern auch die Berichte zahlreicher weiterer Arbeitskreise.
Mit ihrer Themenausrichtung unterstreicht die SAT-Fachgruppe ihre fachliche Kompetenz und ihren Willen, technische Standards im Bereich der Schlauch- und Armaturentechnik mitzugestalten.
Um ihr Know-how abzusichern, will sie die enge Zusammenarbeit mit Herstellern wie GEKA (Karasto), MCC, Norres Baggerman, Riegler und Schauenburg (VTH-QUALITÄTSPARTNER) 2026 intensivieren.
Besichtigung der Firma Walter Stauffenberg
Am Vortag der Mitgliederversammlung waren die Technischen Händler einer Einladung der Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG nach Werdohl gefolgt. In vier Gruppen besichtigten sie die Bereiche Dreherei, Montage, Filterbau sowie das Infomobil „Liner“.
Stauff Deutschland ist mit Hauptsitz in Werdohl Teil der Stauff-Gruppe und verfügt über sechs Standorte in Südwestfalen und im Ruhrgebiet.
Wie Dr. Dominik F. P. Joachim, Mitglied der Geschäftsführung der Stauff Gruppe, sagte, wolle Stauff trotz widriger Rahmenbedingung mit Fleiß und mit Mut zum Investieren auch in Deutschland weiterwachsen.
Helmut Ahrens, Sprecher der Geschäftsführung von Stauff Deutschland, bekräftigte, wie wichtig hierbei der Technische Handel sei.







