Welchen Nutzen diese Technologie mit sich bringt, zeigen zwölf leistungsstarke, drehzahlregelbare SAV Stellantriebe von AUMA. Diese hat das Unternehmen Rahmen eines Modernisierungsprojektes in der Londoner Kläranlage Beckton Sewage Treatment Works installiert. Die neuen Stellantriebe sorgen für eine schonende Betätigung von großen Schützen am Auslass der Grobrechen und tragen so zu einer langen Lebensdauer bei. Gleichzeitig ermöglichen sie eine zuverlässige und effiziente Prozesssteuerung.
Die Beckton Kläranlage im Londoner Stadtteil Newham existiert seit 1864 und ist mit einer Fläche von mehr als 100 ha eine der größten Kläranlagen Europas. Betreiber ist Thames Water, einer der führenden Wasserversorger im Vereinigten Königreich.
Variable Drehzahl als Schlüssel für langlebige Schützsysteme
Für dieses Projekt war ein „behutsamer“ Umgang mit den bestehenden Schütztafeln erforderlich. Die Empfehlung von AUMA, die bisherigen Stellantriebe mit fester Drehzahl durch neue SAV Stellantriebe mit regelbarer Motordrehzahl auszutauschen, erwies sich als optimale Lösung. Bei den SAV Stellantrieben lässt sich die Drehzahl des Motors für jeden Teil des Öffnungs- oder Schließvorgangs optimal einstellen. Sanftes Anfahren mit langsam steigender Geschwindigkeit und sanftes Anhalten mit langsam sinkender Geschwindigkeit reduzieren mechanische Belastungen und tragen zu einer verlängerten Lebensdauer der Schütze bei. Für den Hauptteil des Stellwegs können hingegen höhere Drehzahlen genutzt werden, was die Stellzeiten spürbar verkürzt.
Alle neuen SAV Stellantriebe verfügen zudem über eine automatische Spindelschmierung. Dies minimiert den Wartungsaufwand und erhöht die Lebensdauer des gesamten Systems.
Neue Steuerungstechnik macht die Kläranlage zukunftssicher
Die Stellantriebs-Steuerungen sind mit Standard-Parallelansteuerung mit 24 V DC Befehlen und 4 – 20 mA Signalen zur Stellungsrückmeldung ausgestattet. Zusätzlich sind Profibus-Schnittstellen installiert. Diese kommen derzeit zwar noch nicht zum Einsatz, ermöglichen jedoch später die Umstellung auf Profibus-Kommunikation ohne weitere Hardware- oder Softwareanpassungen.
Nach Abschluss des Projekts wurden alle zwölf Schütze vollständig getestet und in Betrieb genommen. Die Mitarbeiter vor Ort können jetzt deutlich effizienter arbeiten und die Beckton Kläranlage ist hervorragend für zukünftige Herausforderungen gerüstet.








