Andrea Häußermann wechselte 2024 zum Fluidspezialisten Bürkert. Ihre Aufgabe als Program Manager Sustainability ist es, die im gesamten Unternehmen verteilten Aktivitäten zum Thema Corporate Sustainability zu orchestrieren und voranzutreiben. Umfangreiche Erfahrungen im Bereich Nachhaltigkeits- und Innovationsmanagement sammelte sie bereits auf vorherigen Positionen in Industrieunternehmen und einer Beratung.
Für die kommende Ausgabe unseres IAD-Fachmagazins stand uns Andrea Häußermann für ein Interview zur Verfügung. Darin erläutert sie, warum das Unternehmen den Schritt vom klassischen Nachhaltigkeitsansatz hin zum regenerativen Wirtschaften gegangen ist und welche kulturellen Überzeugungen dahinterstehen.
Ein Fachpressetag im vergangenen Oktober markierte für sie einen wichtigen Meilenstein, da Bürkert nach längerer interner Arbeit nun bewusst an die Öffentlichkeit tritt, ohne den Anspruch zu erheben, bereits auf alles eine Antwort zu haben. Vielmehr gehe es darum, sich sichtbar auf den Weg zu machen und komplexe Herausforderungen aktiv anzugehen, denn
„Wir behaupten nicht, bereits alle Lösungen zu haben.“
Häußermann sieht großes Potenzial in regenerativen Konzepten
Der Ansatz des regenerativen Wirtschaftens sei aus ihrer Sicht notwendig, da es angesichts planetarer Grenzen nicht ausreiche, bestehende Systeme lediglich zu optimieren oder Schäden zu reduzieren. Häußermann betont, „dass es nicht reicht, nur ‚weniger schlecht‘ zu sein“, sondern dass Produkte und Geschäftsmodelle so gestaltet werden müssen, dass sie einen positiven Einfluss entfalten.
Neben technischen Optimierungen liege der Fokus deshalb vor allem auf der Wirkung der Lösungen im Markt, neuen Kooperationsformen mit Kunden sowie glaubwürdiger, transparenter Kommunikation, um Greenwashing zu vermeiden. Beispiele wie Aquaponik oder nutzungsbasierte Geschäftsmodelle zeigen für sie, welches Potenzial in regenerativen Konzepten steckt, auch wenn deren Umsetzung Zeit, Lernbereitschaft und stabile Rahmenbedingungen erfordert.
Insgesamt beschreibt sie den Fachpressetag als inspirierenden Austausch über strategische Perspektiven und Zukunftsmodelle, der Bürkert in seiner langfristigen Ausrichtung bestätigt hat.







