Leo Josten ist, was in der Arbeitgebersprache als Talent bezeichnet wird. Der 22-Jährige ist bei SAMSON Pfeiffer im ersten Ausbildungsjahr als Industriemechaniker. Der Kempener hat sich nach dem Abitur an der Gesamtschule, einem FSJ und einer Zeit bei der Bundeswehr bewusst für etwas Praktisches entschieden. Bei der Pfeiffer Chemie-Armaturenbau GmbH fertigt der Auszubildende technologisch hochwertige Maschinenbauteile für universelle Einsätze und in der weltweiten Anwendung in sämtlichen Industrien.
„Ich bin ein Schrauber“, sagt Leo Josten, und meint damit vor allem sein Motorrad Yamaha MT07, das er im heimischen Carport in der Nähe der Altstadt von Grund auf neu aufgebaut hat. Ob Brems- oder Kupplungshebel, Crash-Pads, Auspuff oder Lackierung – kaum ein Teil der 2-Zylinder-Maschine mit 700 cm³ ist vor Leo sicher, dass es nicht weiter veredelt oder getuned wird. Die Nähe zum motorisierten Zweirad hat er quasi mit der Muttermilch eingesogen, seine Mutter Susanne ist ebenfalls ein Motorradfreak.
„Deshalb fällt es mir auch nicht schwer, mich in die Denkweise einer Armatur hineinzuversetzen“, sagt Leo, der gerade bei Pfeiffer den Grundlehrgang mit Erfolg absolviert hat. Die Armatur – das hat Leo bereits in den ersten Monaten bei Pfeiffer gespürt – ist ein „geniales Konstrukt“, wie er sagt. Ob Pneumatik oder Verrohrung, ob Klappe oder Kugelhahn, ob manuell oder mit Maschinenunterstützung – in dieser industrietechnischen Welt fühlt sich der Kempener zuhause. Und möchte hier über die Ausbildungszeit hinaus dran bleiben.
Ausbildung bei SAMSON Pfeiffer hat Priorität
Ob sein späterer Platz in der Entwicklung, im Vertrieb oder sonst wo sein wird, diesbezüglich ist der 22-Jährige flexibel und offen. Wenn er über seine Pläne berichtet, wird deutlich, dass sich bei ihm zum Talent auch Ehrgeiz gesellt – einen beruflichen Karriereplan hat er schon im Hinterkopf. Wobei Leo weit davon entfernt ist, den zweiten Schritt vor den ersten zu setzen:
„Erst eine ordentliche Ausbildung ablegen, dann schauen wir weiter.“
Die besondere Begabung von Leo Josten bezieht sich auf alles, was mit Bewegung zu tun hat. Bereits mit vier Jahren hat der mit dem Sport angefangen, genauer: dem Kampfsport. Judo, Kung Fu und Kickboxen waren bislang seine bevorzugten Stationen. Wenn man sieht, wie geschmeidig er sich mit seinen 1,88 Meter Größe bei 82 Kilo Gewicht zwischen den Pfeifferschen Armaturen bewegt, kann man sich unschwer vorstellen, dass er auch im Kampfsport Höchstleistungen bringt.
Besonders im Kickboxen hat der Auszubildende bereits Meriten verdient, u.a. elfmal Deutscher Meister, dreimal für eine WM in Bregenz, Irland und Wales qualifiziert oder ein zweiter Platz beim „Battle of Hunsrück“, das ist einer der größten Kampfsport-Wettkämpfe Europas. Für seine Erfolge durfte sich Leo Josten ins Goldene Buch der Stadt Kempen eintragen.
Natürlich müssen der Sport und das Motorrad kürzer treten, weil seit August 2025 die Ausbildung bei Pfeiffer Priorität hat im Leben des 22-Jährigen. „Ich halte mich aber fit, trainiere dreimal in der Woche in Krefeld Kickboxen“, berichtet Leo. Sein Traum ist, selbst einmal diese Sportart zu trainieren und den Nachwuchs an den Kampfsport heranzuführen.







