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Armaturen - Bauarten

Pumpenschutzarmaturen für die Stahlproduktion

Kategorie:
Thema:
Autor: Simon Meyer

Pumpenschutzarmaturen für die Stahlproduktion

Für die Generalüberholung von Block 4 ihres Kraftwerks „Hermann Wenzel“ in Duisburg hat sich die thyssenkrupp Steel Europe AG für Pumpenschutzventile von Schroeder Valves entschieden. In der bisherigen Anlage waren Ventile eines anderen Herstellers eingebaut, mit denen es aber immer wieder zu Problemen gekommen war, weil die Mindestmengenregelung über zwei Ventile erfolgte: einerseits aus einem Impulsgeber (Rückschlagventil am Pumpendruckstutzen) und andererseits aus einem Mindestmengenventil mit Stellkolben und Drossel. „Dies hat häufig dazu geführt, dass sich der Antriebsleistungsbedarf erhöhte und der Gesamtwirkungsgrad sank“, erläutert Ralf Poot, der die Generalüberholung des Blocks begleitete.

Also machte man sich bei thyssenkrupp Steel Europe mittels Ausschreibung auf die Suche nach einer besseren Lösung. Die geforderten Ventile mussten eine Nennweite von 125 mm (für die E-Pumpen) bzw. 200 mm (für die Turbopumpe) und einen Nenndruck von PN 630 bar aufweisen. Zum Zuge kamen schließlich die Freilaufrückschlagventile vom Typ SMA von Schroeder Valves. Dabei handelt es sich um Hochdruckventile, die Kreiselpumpen selbsttätig vor Schäden schützen, die beim Fahren im Schwachlastbereich durch Teilverdampfung des Pumpeninhalts auftreten können. Sobald der Hauptförderstrom einen vorbestimmten Wert unterschreitet, öffnet das Ventil seinen Bypass und führt die Mindestmenge sicher ab, insbesondere wenn die Förderung in Hauptstromrichtung auf null zurückgeht. Der Bypass wird über einen vorgesteuerten Ventilkolben jeweils komplett geöffnet oder geschlossen. Diese „AUF/ZU“-Steuerung ermöglicht einen Einsatz der Ventile bis zu einer Lastgrenze von 630 bar. Die Mindestmenge kann bis zu 10–12 Prozent der Volllastfördermenge betragen.

„Das SMA-Ventil ist eine Kompaktanlage, welche die Leistungen vereinbart, die zuvor von den zwei eingebauten Ventilen erbracht wurden“, so Poot. „Eine zweite Armatur ist also nicht mehr notwendig.“ Die Schroeder-Ventile überzeugten auch, weil sie sich aufgrund ihrer Konstruktion und der verwendeten hochwertigen Materialien in anderen Anlagen als sehr zuverlässig, äußerst wartungsarm und extrem langlebig erwiesen haben. Für den Fall, dass Wartungsarbeiten doch einmal notwendig werden, hat Schroeder Valves auf Wartungsfreundlichkeit besonderen Wert gelegt: So ist für den Austausch der Verschleißteile, wie beispielsweise Kolben und Sitzringe, der Ausbau der Mindestmengenleitung oder gar der kompletten Armatur nicht notwendig.

Mit ihren Attributen sorgen die SMA-Ventile für geringere Stillstandzeiten und höhere Anlagen-Effizienz. Da sie zudem keinerlei Hilfsenergie und Messtechnik bedürfen, garantieren sie günstigere Anlagen- und Betriebskosten. „Für uns war auch wichtig, dass die Ventile – anders als ihre Vorgänger – über einen Handfahrstutzen verfügen. Im Zweifelsfall können wir darüber auch selbst die Mindestmenge abführen“, sagt Poot.

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