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VDMA: Digitalisierung muss im Ingenieurstudium Topthema werden

„Die Digitalisierung muss zum Topthema in der ingenieurwissenschaftlichen Hochschullehre werden“, sagt Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer, anlässlich des am 27. Februar veröffentlichten Jahresgutachtens der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI).

von | 30.05.20

Exzellenz allein in der Industrie 4.0-Forschung, die in Deutschland zweifellos gegeben sei, reiche bei weitem nicht. „Die Hochschulen müssen auch in Lehre und Didaktik mit dem rasanten Tempo der Digitalisierung Schritt halten und ihre Curricula entsprechend anpassen.“
Eine Studie der IMPULS-Stiftung des VDMA zu „Ingenieurinnen und Ingenieuren für Industrie 4.0“ hat unlängst gezeigt, dass viele Hochschulen noch am Anfang eines Change-Prozesses stehen. So gibt es kaum strukturierte Entscheidungsprozesse zum Einbezug neuer und zur Streichung alter Inhalte. „Aber die Anpassung der Curricula drängt“, unterstreicht Rauen. „Und auch bei den Lehr- und Lernmethoden muss die Digitalisierung gelebt werden.“ Noch spiele Präsenz- und Frontalunterricht eine zentrale Rolle, aber zumindest innerhalb der Fakultäten sei viel in Bewegung. So hielten Hackathons und Praxisprojekte mit Unternehmen stärker Einzug ins Studium.
Startup-Kooperation ist im Maschinenbau etabliert
„Die enge Kooperation mit der Praxis zahlt in beide Welten ein“, hebt Rauen weiter hervor. „So greifen viele Unternehmen im Maschinenbau auch bei der Startup-Suche auf ihre Hochschulnetzwerke zurück.“ Generell ist das Startup-Thema im Maschinen- und Anlagenbau angekommen, wie eine aktuelle Erhebung unter den VDMA-Mitgliedern dazu belegt. „Mehr als die Hälfte der Befragten hat in den letzten drei Jahren schon mit Startups kooperiert“, berichtet Rauen. „Startups sind im Maschinenbau keine Marketing-Blase, sondern ein strategischer Ansatz, der nachweislich Nutzwerte generiert“.
Am 8. März 2019 veröffentlicht der VDMA die Studie „Startup-Affinität und -Strategie im Maschinen- und Anlagenbau“. Die Studie beleuchtet erstmals die Nachfrage nach Startups in der Maschinenbau-Industrie. Der VDMA hat mit Startup-Machine eine Plattform aufgebaut, die Maschinenbau-Unternehmen mit den besten Startups vernetzt und Startup-Kultur vermittelt. Unter anderem wird mit dem VDMA Startup-Radar ab Frühjahr 2019 ein Scouting-Tool bereitgestellt. Der Radar identifiziert weltweit Startups mit Maschinenbaurelevanz, clustert sie und stellt Informationen zu Startup-Trendfeldern sowie eine Vielzahl an Startup-Kontakten bereit.

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