Eine Notfallsituation wie ein plötzlich auftretender Brand, eine Explosion oder eine Verpuffung ist immer eine heikle Sache. Auf hoher See ist es nochmals kritischer, da hier schnelle Rettungsmaßnahmen nur eingeschränkt möglich sind. Daher unterliegen alle Komponenten, die in der maritimen Industrie zum Einsatz kommen, strengsten Sicherheitsanforderungen und Regularien, die nachgewiesen werden müssen. Eine davon ist der Flammenwiderstandstest nach DIN EN ISO 19921.
Diese Norm definiert Prüfstandards zur Bestimmung der Flammenwiderstandsfähigkeit von Materialien, die in der Schiffs- und Offshore-Industrie Verwendung finden. Der Flammenwiderstandstest nach dieser Norm bewertet, wie gut ein Material dem direkten Kontakt mit Flammen widersteht und wie es sich unter Hitzeeinwirkung in einem bestimmten Zeitraum verhält. Hierbei werden die zum Einsatz kommenden Materialien des Prüflings bestimmten Temperaturen ausgesetzt. Dabei wird beobachtet, wie schnell die Materialien entzündet werden, wie lange sie brennen und ob sie zur Brandverbreitung beitragen.
Flammenwiderstandstest wichtig in Maritimen,- und Offshore-Umgebungen
Dieser Test ist besonders wichtig, für Materialien in sicherheitskritischen Bereichen, wo ein hohes Maß an Feuerbeständigkeit erforderlich ist. Dazu zählen z.B. geschlossene Schiffsinnenräume wie dem Maschinenraum oder generell alle Offshore-Anlagen. Das Ziel ist es sicherzustellen, dass diese Werkstoffe im Brandfall ihre strukturelle Integrität und ihre Schutzfunktionen möglichst lange aufrechterhalten.
Bei der DIN EN ISO 19921 handelt es sich zudem um eine Norm, die sicherstellen soll, dass genau diese Bauteile die in Maritimen,- und Offshore-Umgebungen verbaut werden, den entstehenden sehr hohen Flammen- und Hitzeeinwirkungen widerstehen können, und somit die Sicherheit in diesen Bereichen zu gewährleisten.
Der Prüfablauf
Während des Tests wurde das coax® FCF-Ventil 30 Minuten lang bei einer Temperatur von 800 °C (+/- 50 °C) den Flammen ausgesetzt. Im Inneren des Ventils zirkulierte währenddessen Wasser mit einem Druck von 5 bar (+/- 0,2 bar). Die Wassertemperatur am Einlass betrug 80 °C (+/- 2 °C) und am Auslass maximal 85°C. Die Flammen wurden gemäß DIN EN ISO 19921 durch Gasbrenner erzeugt. Nach der Beflammung war das Ventil für fünf Minuten einem Druck ausgesetzt, der 1,5-mal höher war als der Nenndruck.
Das Ergebnis des Flammenwiderstandstest
Dank der coaxialen Konstruktion haben die coaxial Ventile von müller coax den Beweis für eine hervorragende Leistung unter extremen Bedingungen erbracht. Das durchführende Testinstitut Dr.-Ing. T. Bäumer GmbH bescheinigte, dass während und nach dem Test das Ventil nach außen hin vollständig dicht blieb. Außerdem konnten die Experten keinerlei Sitzleckage feststellen.
Dank den standardmäßig verwendeten hochwertigen Materialien, wie einem Ventilkörper aus massivem Stahl, Hochleistungsdichtwerkstoffen und robusten Innenteilen, hält das Ventil diesen außerordentlichen Bedingungen stand.
Sicherheitsstandards der Marineindustrie gewährleisten
Der „Fire Safe“ Test ist für alle Schiffe von entscheidender Bedeutung. Er stellt sicher, dass die verbauten Armaturen auch bei einem Brand zuverlässig arbeiten und gefährliche Situationen wie Explosionen oder das Austreten schädlicher Substanzen verhindern. Dadurch werden die hohen Sicherheitsstandards in der Marineindustrie gewährleistet.
Die Zuverlässig- und Leistungsfähigkeit der coax® Ventile bestätigt sich durch langjährige Einsätze in der Marineindustrie sowie durch Zertifikate bestätigt. Ihre kompakte Bauweise sowie die langlebige Ventiltechnik machen sie zu einer guten Lösung für den Einsatz in sicherheitskritischen maritimen Anwendungen.








