Zwei amerikanische Anbieter von Energie- und Industriebedarf wollen künftig gemeinsame Wege gehen. DNOW (DistributionNOW) übernimmt MRC Global im Rahmen einer Aktientausch-Transaktion. Beide Unternehmen haben ihren Sitz in Houston und beliefern Kunden unter anderem in der Öl- und Gasindustrie, der Petrochemie sowie im Versorgungs- und Infrastruktursektor.
Durch den Zusammenschluss entsteht ein global tätiger Anbieter mit über 350 Standorten in mehr als 20 Ländern. Die neue Organisation soll Kunden künftig mit einem noch breiteren Portfolio an Produkten und Dienstleistungen bedienen. Dazu zählen Rohrleitungskomponenten, Ventiltechnik, Automatisierungslösungen und digitale Lieferkettenlösungen.
1,5 Milliarden US-Dollar
So viel beträgt der Gesamtwert der Transaktion inklusive übernommener Schulden. MRC-Aktionäre erhalten je Aktie 0,9489 DNOW-Aktien, was einem Aufschlag von etwa 6,8 bis 8,5 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der vergangenen 30 Tage entspricht. Nach Abschluss des Geschäfts werden die bisherigen DNOW-Anteilseigner rund 56,5 Prozent der neuen Gesellschaft halten, MRC-Aktionäre 43,5 Prozent.
Die Fusion soll im vierten Quartal 2025 abgeschlossen werden – vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre beider Unternehmen sowie behördlicher Genehmigungen. DNOW-Chef David Cherechinsky wird das kombinierte Unternehmen weiterhin als CEO führen. Der künftige Verwaltungsrat besteht aus zehn Mitgliedern, darunter zwei Vertreter von MRC Global.
Zusammenschluss soll Marktchancen erweitern
Die Fusion soll deutliche Kostenvorteile bringen: Rund 70 Millionen US-Dollar an jährlichen Synergien werden innerhalb von drei Jahren erwartet. Schon im ersten Jahr nach Vollzug rechnet man mit einem positiven Beitrag zum Ergebnis je Aktie. Auch die Bilanzstruktur gilt als solide – DNOW bringt über 200 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln ein und verfügt über erweiterte Kreditlinien.
Beide Unternehmen sehen in dem Zusammenschluss eine Chance, ihre Position in wichtigen Wachstumsfeldern wie Energieinfrastruktur, künstlicher Intelligenz, Wasserstoff, Bergbau und Elektrifizierung auszubauen. Besonders im Bereich digitaler Lösungen will man sich durch integrierte Plattformen und Automatisierung neue Marktchancen erschließen.







