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Zahl der Woche: 2 Billionen

Jeden Montag blickt industriearmaturen.de auf eine markante Zahl, die in der vergangenen Woche besonders aufgefallen ist. In dieser Woche steht die Zahl im Zusammenhang mit den Kosten für die Beseitigung von PFAS aus der Umwelt.

von | 17.02.25

Quelle: Vulkan Verlag (KI-generiert)
EcoVadis zeichnet Ava aus

PFAS, auch bekannt als „Ewigkeitschemikalien“, sind in vielen Alltagsgegenständen wie Outdoor-Kleidung, Teflon-Pfannen oder Kosmetika zu finden. Doch ihre wasser- und fettabweisenden Eigenschaften machen sie nicht nur für Konsumgüter, sondern auch für Windräder und Solarzellen nützlich.

Gefährlich werden die Chemikalien, wenn sie bei der Herstellung oder Entsorgung in die Umwelt gelangen. Einige PFAS sind laut WHO bereits als krebserregend oder potenziell krebserregend eingestuft. Zudem wird vermutet, dass manche dieser Stoffe das Immunsystem schädigen können. Besonders belastet sind Gebiete rund um alte Industriestandorte und frühere Brandorte. Dort kam häufig PFAS-haltiger Löschschaum zum Einsatz.

Eine Umfrage von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung (SZ) in Zusammenarbeit mit der deutschen MIT Technology Review (MIT TR) unter 400 Kreisen und kreisfreien Städten in Deutschland zeigt: In Nordrhein-Westfalen gibt es 155 offiziell ausgewiesene PFAS-Fundstellen. Diese Erhebung ist Teil der internationalen Recherche des „Forever Lobbying Project“, an dem Redaktionen aus 16 Ländern beteiligt sind.

2 Billionen

Wissenschaftler haben nun berechnet, wie teuer es werden könnte, PFAS aus der Umwelt zu entfernen. Wenn die Verschmutzung ungebremst weitergeht und keine wirksamen Beschränkungen greifen, könnten die Reinigungskosten in 31 europäischen Ländern in den kommenden 20 Jahren auf rund zwei Billionen Euro ansteigen.

Wie komplex und teuer die Säuberung ist, zeigt sich besonders in Düsseldorf – der Stadt mit den meisten PFAS-Fundstellen in NRW. An 24 Stellen im Stadtgebiet wurden die Chemikalien in Boden oder Grundwasser nachgewiesen, teils auch in Trinkwasserschutzgebieten. Düsseldorf beschäftigt mehrere Mitarbeitende auf insgesamt 3,5 Vollzeitstellen ausschließlich mit PFAS.

Beseitigung von PFAS ist aufwendig

Das verschmutzte Wasser wird mühsam aus dem Boden gepumpt und durch Aktivkohlefilter in der Reinigungsanlage gefiltert, bevor es zurück in den Boden gelangt. Mit hunderten Bodenproben wird überwacht, wie sich die Verschmutzung aufgrund der Grundwasserströmung ausbreitet. Alle paar Jahre müssen die Pumpstationen dann versetzt werden. In Düsseldorf sind bereits sechs solcher Anlagen in Betrieb, um die Belastung durch PFAS zu reduzieren.

Für die Sanierung im Gebiet Gerresheim kalkuliert die Stadt Düsseldorf in den nächsten 15 Jahren mit Kosten von etwa 22 Millionen Euro. Die langwierigen und teuren Maßnahmen zur Bekämpfung der PFAS-Verschmutzung werfen einen Schatten auf die finanziellen Belastungen, die die Stadt in Zukunft zu tragen haben wird.

Das IAD-Fachmagazin hat gemeinsam mit dem Dichtungshersteller IDT einen Podcast rund um die aktuelle PFAS-Diskussion veröffentlicht.

Hier geht’s zum Podcast

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