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Zahl der Woche: 30 Meter

Jeden Montag blickt industriearmaturen.de auf eine markante Zahl, die in der vergangenen Woche besonders aufgefallen ist. In dieser Woche steht die Zahl im Zusammenhang mit der erstmaligen Verlegung von Bahnschienen aus wasserstoffreduziertem Stahl.

von | 18.08.25

Quelle: Vulkan Verlag (KI-generiert)
EcoVadis zeichnet Ava aus

Voestalpine hat im Forschungsstahlwerk TechMet erstmals Bahnschienen aus wasserstoffreduziertem Eisen produziert. Das österreichische Unternehmen installierte die wasserstoffbasierte Schiene bereits am Linzer Hauptbahnhof und demonstriert damit die praktische Anwendbarkeit der Technologie.

Das Pilotprojekt von Voestalpine zielte auf die Herstellung von Bahnschienen mit reduzierten CO₂-Emissionen ab und will dadurch den Weg für eine umweltfreundlichere Schienenproduktion ebnen. Dafür hat das österreichische Stahlunternehmen am Standort Donawitz erstmals Bahnschienen aus wasserstoffbasiertem Stahl produziert. Dabei haben die Ingenieure wasserstoffreduziertes Reineisen aus der HYFOR-Pilotanlage mit Schrott zu einem CO₂-reduzierten Vormaterial kombiniert.

Die Schmelze im Forschungsstahlwerk TechMet hat das Material in einem realen Produktionsumfeld verarbeitet und demonstriert damit die technische Machbarkeit wasserstoffbasierter Stahlherstellung, so der Stahlproduzent.

Zwei Bahnschienen mit jeweils 30 Meter Länge

Das angrenzende Schienenwalzwerk fertigte aus dem neuen Material zwei rund 30 Meter lange Testschienen. Diese erfüllen laut Angaben des Herstellers alle mechanischen Anforderungen für Härte und Verschleißfestigkeit für den Bahnbetrieb. Die Schienen durchliefen alle standardisierten Prüfverfahren der Bahnindustrie. Die Testergebnisse bestätigten, dass wasserstoffreduziertes Reineisen als Rohstoff für die Schienenproduktion geeignet ist.

Die gefertigten Testschienen wurden nun als weltweit erste wasserstoffbasierte Schiene am Linzer Hauptbahnhof installiert. Voestalpine Railway Systems plant nun weitere Tests zur Markteinführung der CO₂-reduzierten Schienenproduktion.

Forschungsplattform ermöglicht Industrietests

Das Forschungsstahlwerk fungierte als Entwicklungsplattform für die neue Produktionstechnologie. Das vollwertige Kleinstahlwerk bietet ideale Bedingungen für Pilotprojekte zwischen Labormaßstab und Vollproduktion. Die Anlage ermöglicht Versuche mit verschiedenen Rohstoffen und Legierungen unter industriellen Bedingungen. Forscher können so neue Verfahren entwickeln, bevor diese in die Großproduktion übernommen werden.

Das Pilotprojekt verknüpfte Kompetenzen aus Verfahrenstechnik, Metallurgie und Werkstoffwissenschaft. Teams verschiedener Abteilungen arbeiteten gemeinsam an der Entwicklung des neuen Produktionsverfahrens.

Das Unternehmen setzt die Entwicklung wasserstoffbasierter Stahlherstellung im Rahmen seiner Dekarbonisierungsstrategie fort. Die HYFOR-Technologie soll mittelfristig in die kommerzielle Produktion integriert werden.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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