ETW Energietechnik hat in Kooperation mit Ranieri Tonissi, einem langjährigen Partner aus Genua, eine Biomethananlage in Tarent, Süditalien, errichtet. Die Anlage verfügt über das ETW SmartCycle® PSA Biogasaufbereitungssystem und eine integrierte Stickstoffreduzierungseinheit (NRU).
Als Generalunternehmer lieferte ETW zusätzlich die Rohgasaufbereitung, die Behandlung des Schwachgases mittels regenerativer thermischer Oxidation (RTO), die Gasverbrennung sowie die Einspeisung des Biomethans in das Netz, inklusive einer Kompression auf 25 bar.
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So viel Normkubikmeter Deponiegas beträgt die stündliche Kapazität der Biomethananlage.
Deponiegas zeichnet sich durch seine besondere Beschaffenheit aus, die eine sorgfältige Behandlung erfordert. Es enthält hohe Konzentrationen schädlicher flüchtiger organischer Verbindungen (VOCs) und Siloxane. Zudem variiert die Qualität dieses Gases: Es treten Schwankungen sowohl in der Zusammensetzung als auch in der Menge des Gases auf. Mit zunehmendem Alter einer Deponie steigt der Anteil von Sauerstoff und Stickstoff im Gas, während die Methanproduktion und die Gesamtgasmenge zurückgehen.
Diese Umstände stellen hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit von Gasaufbereitungsanlagen. Die Methankonzentration schwankt zwischen 40 und 60 Prozent, während die Konzentration von Stickstoff und Sauerstoff zwischen 2 und 25 Prozent liegt. Die Anlagen müssen zudem flexibel betrieben werden können, mit einer Kapazitätsauslastung von 30 bis 100 Prozent.
„Mit dem speziell für Deponiegas entwickelten ETW-Aufbereitungsverfahren mit NRU kann Deponiegas mit Stickstoffgehalten von über 20 Prozent zu Biomethan aufbereitet werden, das ins Netz eingespeist werden kann“, so Alexander Szabo, verantwortlicher Vertriebsleiter bei ETW Energietechnik.







