In den Führungsetagen deutscher Unternehmen hat sich die Stimmung im August überraschend verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte nach Angaben des Münchner Ifo-Instituts im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Punkte. Befragte Ökonomen hatten lediglich mit einer Stagnation in der deutschen Wirtschaft gerechnet. Grundlage sind die Einschätzungen von rund 9000 Führungskräften.
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Bei diesem Wert liegt der aktuelle Ifo-Geschäftsklimaindex. Während die Erwartungen der Unternehmen optimistischer ausfielen, wurde die aktuelle Geschäftslage leicht negativer beurteilt.
„Die Erholung der deutschen Wirtschaft bleibt schwach“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.
Auch die Bundesbank rechnet kurzfristig nicht mit spürbarem Schwung. Für das Sommerquartal zeichnet sich eher eine Stagnation ab. Schwacher Welthandel, eine geringe Auslastung der Kapazitäten sowie die verhaltene Auftragslage dämpfen die Investitionsbereitschaft.
Deutsche Wirtschaft macht „Trippelschritte“
Nach Einschätzung von Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im laufenden Quartal lediglich um 0,1 Prozent wachsen. Zuvor war die deutsche Wirtschaft im ersten Vierteljahr noch um 0,3 Prozent gestiegen, ehe sie im zweiten Quartal um denselben Wert schrumpfte. Rückläufige Investitionen, schwächere Exporte und die Flaute am Bau belasteten das Ergebnis.
„Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich in Trippelschritten aus der Stagnation“, so Wohlrabe.
Für das Gesamtjahr 2025 stellt der Ifo-Experte lediglich ein Wachstum von 0,2 Prozent in Aussicht. Hoffnung machen allerdings die Hersteller von Investitionsgütern wie Maschinen und Anlagen. Sie profitieren möglicherweise von dem jüngst beschlossenen Investitionsanreiz der Bundesregierung, der schnellere Abschreibungen bis Ende 2027 ermöglicht.
„Ein Boom ist allerdings noch nicht in Sicht“, sagte Wohlrabe.







