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Armaturen - Bauarten
FS Logoi

Wasserstoff-Projekte für rund 7 Mrd. Euro genehmigt

Kategorie:
Thema:
Autor: Michael Heeg

Datum: 21. Feb. 2024

Zum IPCEI-Projekt Hy2Infra gehören Wasserstoffprojekte in Portugal, Frankreich, Deutschalnd, den Niederlanden, Italien, Polen und der Slowakei.
Quelle: European Commission
Wasserstoff-Projekte für rund 7 Mrd. Euro genehmigt

Vergangene Woche hat die Europäische Kommission das Projekt „Hy2Infra“ zur Förderung der europäischen Wasserstoff-Infrastruktur genehmigt. Das Vorhaben ist Teil der strategischen EU-Förderprojekte IPCEI (Important Project of Common European Interest).

Hy2Infra soll den Markthochlauf für grünen Wasserstoff vorantreiben und zum European Green Deal sowie dem REPowerEU-Programm beitragen. Durch die nun erfolgte Genehmigung können die 33 Vorhaben der sogenannten „Hy2Infra-Welle“ staatliche Fördergelder erhalten.

Insgesamt 33 Wasserstoffprojekte in sieben EU-Mitgliedsstaaten betrifft das zukünftige Vorhaben. Diese dürfen auf Basis der nun erfolgten Genehmigung staatliche Förderungen erhalten, damit die beteiligten Unternehmen konkrete Maßnahmen umsetzen können. Ziel ist es, ausgehend von regionalen Clustern schrittweise eine EU-weite Wasserstoff-Infrastruktur aufzubauen.

IPCEI Hy2Infra von mehreren EU-Ländern genehmigt

„IPCEI Hy2Infra“, so der offizielle Name, wurde von Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Polen, Portugal und der Slowakei gemeinsam vorbereitet und angemeldet. Die Länder dürfen nun bis zu 6,9 Mrd. Euro an öffentlichen Mitteln bereitstellen, die nach Angaben der Kommission bis zu 5,4 Mrd. Euro an Privatinvestitionen freisetzen dürften. An den 33 IPCEI-Projekten sind 32 Unternehmen beteiligt, darunter fünf KMU, die in einem oder mehreren Mitgliedstaaten tätig sind.

Hy2Infra soll einen großen Teil der Wasserstoff-Wertschöpfungskette abdecken. Zu den unterstützten Sektoren zählen:

  • der Einsatz von 3,2 GW an großtechnischen Elektrolyseuren zur Erzeugung von grünem Wasserstoff
  • der Bau neuer und umgewidmeter Wasserstofftransport- und -verteilnetze mit einer Länge von ca. 2.700 km
  • die Entwicklung großer Wasserstoffspeicher mit einer Kapazität von mindestens 370 GWh
  • der Bau von Umschlagterminals und der dazugehörigen Hafeninfrastruktur für flüssige organische Wasserstoffträger (LOHC), um bis zu 6.000 t Wasserstoff pro Jahr umzuschlagen

 

Die Teilnehmer sollen zudem auch bei der Etablierung gemeinsamer Normen zusammenarbeiten, um die künftige Marktintegration zu erleichtern.

Fertigstellung bis 2029 geplant

Die Kommission erwartet, dass nun mehrere Projekte zeitnah umgesetzt werden. Dabei könnten große Elektrolyseure zwischen 2026 und 2028 und Pipelines je nach geografischem Gebiet zwischen 2027 und 2029 in Betrieb genommen werden. Die Fertigstellung sämtlicher der Projekte ist für 2029 geplant, wobei der Zeitplan je nach Projekt und Unternehmen variieren kann.

Das IPCEI Hy2Infra ergänzt die ersten beiden IPCEIs zur Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Am 15. Juli 2022 hatte die Kommission das IPCEI „Hy2Tech“ genehmigt, das sich auf die Entwicklung von Wasserstofftechnologien für Endverbraucher konzentriert.

Das IPCEI „Hy2Use“ wurde am 21. September 2022 genehmigt und konzentriert sich auf Wasserstoffanwendungen im Industriesektor. Hy2Infra betreffe damit ausschließlich Infrastrukturinvestitionen, die die ersten IPCEI nicht abdecken.

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